MOOC

In den letzten Monaten habe ich an einigen MOOCs teilgenommen, die über die Plattform mooin.oncampus.de angeboten und durchgeführt wurden. Zum Abschluss des #A40mooc habe ich die Frage gestellt, ob für einen MOOC eine Plattform wie mooin benötigt wird, oder ein offenes Format besser ist.

Interessante Antworten:

mooc11

 

mooc12

Für mich ist mooin.oncampus.de ein LMS mit wenig Funktionalität und nicht für einen MOOC geeignet. Es werden Inhalte vorgestellt und dazu wird in einem Diskussionsforum diskutiert, teilweise angeregt durch Fragen der Moderatoren.

Die Beiträge bleiben dadurch in einem geschlossenen Forum und können nur von den angemeldeten Nutzern gelesen werden. In einem MOOC wie OPCO11 oder HowToMOOC blieben die Beiträge auf den teilnehmereigenen Blogs. Diskutiert wurde zusätzlich über offene Medien wie z.B. Twitter. Dadurch wurden die Themen öffentlich und weitere Interessierte konnten hinzukommen. Eine geschlossene Plattform verhindert dies.

Wird keine geschlossene Plattform verwendet, werden Teilnehmer auch angeregt andere Formate (als Textbeiträge) einzubringen z.B. Videos, Podcasts, Grafiken etc. Durch ein Forum werden solche Ideen evtl. unterdrückt.

Ich persönlich ziehe ein offenes Format (wie OPCO11, HOWTOMOOC ..) vor, wobei ich die äußeren Zwänge (finazielle Rahmen und organisatorische Anforderungen der Geldgeber) natürlich kenne und die aktuellen Angebote zu würdigen weiss. Allerdings finde ich es schade, dass die ursprüngliche Idee der offenen Angebote dadurch untergeht. Wieso und warum das deutsche Bildungssystem so kurzsichtig ist und solche Angebote dem Finanzierungszwang unterliegen ist eine andere Diskussion.

Gedanken zu MOOCs und deren Finanzierung http://www.loreress.de/mooccash-finanzierungsmodelle-fur-moocs/

Beschreibung eines MOOC

Vieles was in dem abschließenden Hangout (22.02.2013) diskutiert wurde, kann auf auf mangelnde Definitionen zurückgeführt werden. Wenn wir über MOOC reden, worüber reden wir dann? Welche Erwartungen der Teilnehmer wurden erfüllt/nicht erfüllt? We

Dazu greife ich einmal auf meine Festplatte zurück, denn da liegt die PAS 1068. Im Jahre 2006 (und davor) habe ich an deren mitgearbeitet. In dieser „Publicity Available Specification“ haben wir Merkmale zusammengestellt, die zur eindeutigen Beschreibung eines Bildungsangebotes notwendig sind. Ja, es sind viele, aber es trifft nun mal nicht jedes Feld auf jedes Angebot zu.

Ich habe einmal versucht den MOOC MMC13 in diesem Schema darzustellen. Viele der Punkte passen einfach nicht, aber die für mich wichtigen habe ich hier herausgezogen: (Wer sich für die PAS interessiert, kann diese kostenlos über den Beuth-Verlag herunterladen.) Die Tabelle steht hier GoogleDocs oder alternativ als PDF (sorry, aber in den Blog passt die Tabelle nicht). Die Einträge für Ziele etc. sind einfach aus der Webseite kopiert, hier müssten natürlich neue Formulierungen rein.

Wird ein MOOC angeboten, halte ich es für unbedingt erforderlich den Interessenten klar darzulegen, wie im Kurs gelernt wird UND welche Voraussetzungen die Teilnehmer mitbringen sollten (z :b: Twittererfahrung .. ).

#LAK13 – 1: Was ist Learning Analytics

Ich habe ein gespaltenes Verhältnis zum Sammeln von Daten. Daher ist mir die Frage der ersten Woche „Trends and context: why learning analytics?“ wichtig:.

  • Welchen Bereich deckt Learning Analytics ab?
  • Welche Daten werden gesammelt?
  • Wozu???

Um was geht es überhaupt?

Ich habe zwei Definitionen gefunden, die zunächst einmal den Arbeitsbereich definieren:

A) Nach dem Policy Brief der Unesco

  • Macro-Level Analytics: Cross institutional, auf internationaler Basis
  • Meso-Level Analytics: Auf Iinstituitioneller Basis
  • Micro-Level Analytics: Individuelle Betrachtung

B) Nach dem Text von Phillip D. Long and George Siemens: „Penetrating the Fog: Analytics in Learning and Education“

  • Learning Analytics
    Im Focus von Learning Analytics steht der Lernprozess. Daten werden auf Kurs- oder Instituts-Level erhoben. Profitieren können die Lerner und die Bildungsanbieter.(SoLAR ). Auswertung mit dem Ziel bessere Lernpfade zu ermöglichen, dem Lerner Hilfen zu geben, …
  • Academic Analytics
    Unter diesem Begriff werden die Aktivitäten zusammengefasst, die sich mit der Datenerhebung ind. Auswertung von Daten vieler Institute zum Zweck der Verbesserung von Entscheidungen befassen (Text von Campbell and Oblinger ). Auswertung mit dem Ziel die Angebote zu verbessern, auf institutioneller bis zur internationalen Ebene.
  • Educational Data Mining
    Educational Data Mining beschäftigt sich mit den Methoden zur Erhebung und Analyse der verschiedenen Daten, die im Breich des Lernens anfallen und wie solche Daten sinnvoll genutzt werden können.

Natürlich sind das alles ehrenhafte Ziele, doch der Satz der letzen Folie von Martin Ebners Präsentation zu diesem Thema (Themenwoche bei OPCO12) ist nun mal wahr:

Zum Einstig auch Empfehlenswert zu lesen: http://www.educause.edu/library/resources/7-things-you-should-know-about-first-generation-learning-analytics. Ich werde mal sehen, ob in den Diskussionen irgendwo das Wort „Datenschutz“ fällt.

MOOC: Offenheit der Teilnehmer

Da war doch schon mal was….

Bei den Überlegungen zu der Einführungswoche bei #LAK13 fiel mir ein, dass ich schon mal etwas zu der Teilnehmeroffenheit bei MOOCs geschrieben hatte (/hat ja auch etwas mit Datensammeln zu tun). Hier die 2 Texte zu den „Digitalen Exhibitionisten = Teilnehmer eines MOOCs:

http://dd-learn.de/2012/09/14/sind-mooc-teilnehmer-digitale-exhibitionisten/

http://dd-learn.de/2012/10/05/sind-mooc-teilnehmer-digitale-exhibitionistenn-2/

MOOCcash (2)

Fast habe ich Schuldgefühle bekommen, als ich Andrea Brückens Reflektion zur vergangenen Themenwoche gelesen habe, denn ich wollte auch mehr tun.

Ich hatte mir zu Beginn der Woche einige Gedanken gemacht und versucht ein Schema/Raster aufzubauen, um die unterschiedlichen Anbieter und Formen von MOOCs differenzierter betrachten zu können. Ich habe dann aber bei weiterer Betrachtung festgestellt, dass auch das „Bezahlen“ mehrere Aspekte hat. Ellen Trude kommentierte in der Tabelle; „Das kann aber auch innerhalb des Unternehmens dann kostenpflichtig sein, das heißt, wer teilnimmt, muss zahlen, meist auf Personalkostenstelle“ Hmm –  also auch noch die Zahlenden unterscheiden?

Es gibt schon viele Ideen, aber welches Bezahlmodell für welchen MOOC-Typ in welcher Umgebung bei welcher Zielgruppe passt, das müssen die Organisatoren selbst entscheiden.

Meine wichtigste Erkenntniss mal wieder:“ Vor jeder Diskussion genau spezifizieren worüber gesprochen wird: cMOOCs, xMOOC, COOC, …….

Für meinen geplanten MOOC wird es beim ersten Kurs auf viel freiwillige unbezahlte Arbeit hinauslaufen. Danach? Mal sehen!

MOOCCASH – Finanzierungsmodelle für MOOCs

Bevor ich mir Gedanken um die Finanzierung mache, muss ich definieren, was ich unter einem MOOC verstehe:

Kennzeichen (m)eines MOOC

  • massive
    Nun ja, wir werden die die Stanford-Zahlen erreichen 🙂
    Daher eher „massive open“
  • open
    • für jeden
    • kostenlos
    • barrierefrei (weitestgehends)
    • aber auch definierte Einstiegsvoraussetzungen!
    • bei den Materialien:
      jeder darf lesen, abschreiben, remixen – OER ist mehr als kostenlos lesen!
    • ohne Plattformbeschränkung
    • Gleichberechtigung (keine Unterschiede bei den Zugängen/Materialien)
  • online
    • alles wird online bereitgestellt.
    • Teilnehmer müssen nicht an einen Ort reisen
      (sie können sich selbstverständlich freiwillig irgendwo treffen)
  • course
    • hat einen Anfang und ein definiertes Ende
    • hat ein Curriculum
    • bietet den Lernenden Inhalte an
    • bietet Support für die zentralen Plattformen und Tools
    • bietet Tutorials für freie Tools
    • erfordert, dass Lernende
      • sich ein Ziel setzen
      • sich organisieren
      • sich (gegenseitig) motivieren

Finanzierung von MOOCs

  • MOOCs an Universitäten und anderen öffentlichen Bildungseinrichtungen
    Im Rahmen des Bildungsauftrags der Hochschulen, müssen diese, wie das Studium auch, vom Staat/Gemeinschaft finanziert werden.
    Das ist sicher ein schwieriger (politischer) Prozess, aber für mich beissen sich „Universität“ und „Geschäftsmodell“.
    Dies wirft die Frage auf, welche Bildungsangebote einer Hochschule fallen nicht darunter, bzw. ist es Aufgabe einer Hochschule Bildungsangebote zu machen, die in Konkurrenz zu gewerbsmäßigen Anbietern stehen (meine Meinung: NEIN)
  • Organisationen, die gewerbsmäßig Bildung anbieten
    • kostenpflichtige Zertifizierung
    • kostenpflichtige Spezialisierungskurse (Einstieg kostenlos, Vertiefung kostet)
    • Kooperationen

Die kostenpflichtige Betreuung / Tutoring in einem ansonsten offenen Kurs würde ich nicht wollen, da dies leicht zu einem 2-Klassen-System führt.

  • Gemeinnützige Organisationen, VHS
    • Sponsoren
    • Kooperationen

Update während des Hangout:
Ein MOOCkann, da er offen und frei im Web verfügbar ist, weltweit bescuht werden, also stimmt das mit unserern Steuergeldern nicht mehr!

Ins Unreine geschrieben (gestern):

  • MOOCs an Unis + Hochschulen müssen komplett frei sein: Lehrmittelfreiheit, egal für wen!!
  • #mooccash betrifft „nur“ private Anbieter (Weiterbildungsanbieter)
  • Z.B. VHS müssen Geld einnehmen: MOOC mit Anmeldeprozedur = MOOC im LMS?
  • MOOC-Anbieter sucht sich Sponsor aus dem Themengebiet – Verlust der Unabhängigkeit?