Ist gerade mal wieder der Feminismus in?
Viele interessante Artikel wurden in den vergangenen Wochen dazu in meine Timeline gespült. Garniert mit ärgerlichen Erfahrungen des Alltags.
Eigentlich wollte ich etwas Sinniges dazu schreiben, aber mir fällt nichts Neues dazu ein. Es wurde doch schon Alles gesagt, Pro sowie Contra. Sei es der Alltagssexismus, der Genderwahn oder die (Un)Vereinbarkeit von Karriere und Muttersein.
Ein Punkt ist mir in den Kommentaren aufgefallen: Auch wenn es sachliche Kritik gibt, am Ende gewinnen die Pöbler – beider Seiten!
Und: es wird über ein Problem diskutiert, aber nicht über Lösungsmöglichkeiten. Diese Aussage habe ich Vorgestern irgendwo auf Twitter gelesen, und sie stimmt in diesem Zusammenhang hervorragend.

Herrgott nochmal!
Ich kann diese Selbstzerfleischung, die genüsslich von der Presse geschürt wird, nicht mehr ertragen.

  • Ja, es gibt Frauen, die gerne zu Hause bleiben und Kinder betreuen. Schön für sie, wenn sie sich das leisten können.
  • Es gibt Frauen, die gehen lieber ihrem Beruf nach und gönnen sich nur Abends und am Wochenende vollzeitmäßig die Kinder. Auch gut, wenn die Kinderbetreuung geregelt ist.
  • Es gibt Frauen, die würden gerne zu Hause bleiben, müssen aber aus finanziellen Gründen arbeiten und
  • es gibt Frauen, die würden gerne arbeiten, finden aber keine Betreuung für die Kinder.

Diese ewigen Diskussionen und Aussagen welcher Lebensentwurf nun besser ist, ist überflüssig. Es muss Kindern, Mütter und Vätern möglich sein nach den eigenen Vorstellungen zu leben. Frauen, Männer, Politiker und Kirchen sollten sich nicht für unterschiedliche Vorstellungen bekämpfen und die der anderen herabwürdigen.

Also, Lösungen für unterschiedliche Lebensentwürfe suchen, rosa Osterhasen verbannen und dem Alltagssexismus den Stinkefinger zeigen.

Und heute lese ich mal wieder Simone de Beauvoir.

Links, ohne Wertung:

stöckelschuh

Frauen in technischen Berufen

In einem Tweet wies auf ein Video zum Gender-Gap in den MINT-Berufen hin https://www.youtube.com/watch?v=QlPsyhTAvhM&feature=youtu.be

Trotz diverser Projekte studieren immer noch wenig Frauen MINT (pendelt seit 20 Jahren bei 25% – 27%) Bei Ingenieurstudiengängen bei 7% (bei mir waren es 0,5%, 600 Studenten und 3 Studentinnen). Untersuchungen, warum dies so ist, gibt es viele:

  • Ein Professor meint zu wissen es liegt an der Art der Motivation: Frauen sind eher intrinsich motiviert, Männer mehr extrinsisch (Geld, Karriere, Anerkennung).
  • Die Frau Professor meint es könne an dem Rollenbild liegen, dass MINT als „unweiblich“ angessehen wird – und Mädchen dies daher ablehnen.
  • Die Beispielstudentin sagt selbst, sie wollte wissen „wie etwas“ funktioniert.

Nach meiner Erfahrung ist es zunächst die (noch) grundlegende (starkt vereinfachte) Denkart: Männer wollen wissen wie etwas funktioniert, Frauen wollen, dass es funktioniert. Das Nachforschen, Untersuchen, auch Herumspielen, ist eine typisch männliche Verhaltesnweise (alles meine unmaßgeblichen Erfahrungen). Die Umwelt, die Mädchen zum stereotypen Frauenbild sozialisiert trägt natürlich noch dazu bei. Leider auch die Mütter, Omas und Tanten!
Umdenken bei der Erziehung tut Not – vor allem in den Köpfen der Eltern.

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Das pinke Gen

Hier muss frau einfach Stellung nehmen: Zum Artikel

Zur 2. Frage (Die erste ist dumm/doof/banal/überflüssig wie ein Kropf): Wäre das Beispiel umgekehrt erzählt worden, dann würden alle Feministinnen „Sexismus“ schreien:

…  …Und mein Gefühl dabei ist oft, provokativ gesagt, eigentlich hätte sich der Designer lieber an einem Porsche und nicht an einer Saftpresse versucht. Darum versieht er eben die Saftpresse mit einem Turbo, der aus 17 Teilen besteht, die man nur schlecht wieder zusammensetzen kann. .. Für mich ein typischer Fall, dem Mann fehlt die entsprechende Erfahrung.“

Es ist ja toll, dass Uta Brandes den Frauen mehr Kompetenz zuschreibt Haushaltsgeräte zu entwickeln als Männer, aber hier wird doch eindeutig impliziert, dass überwiegend Frauen diese Geräte benutzen und das wird nicht in Frage gestellt.

Zu Aussage 4: Auch die Frauenmode wird von Männern beherrscht.

  1. Stimmt, wenn es in die Profi-Liga geht, dann übernehmen meist die Männer.
  2. Ähmm – warum lassen das die Frauen zu? Es gibt tolle Frauen in der Modebranche: Jill Sander, Coco Chanell …..
  3. Ähmm – Frauenmode wird von Männern beherrscht: Tja wer kauft denn die Mode? Wenn diese so unfunktionell und hässlich empfunden würde, hätte sich schon längst etwas besseres durchgesetzt. Das kaufen die Frauen selbst!

Frage 6: Zu Pink:

Hier gebe ich ihr vollkommen recht!

Schlimm daran ist, dass die Gesellschaft Mädchen und Jungen anders bewertet. Alles, was niedlich süßlich, puschelig ist, wird auch später auf den weiblichen Lebenslauf übertragen. Und das Kernige, Harte, Entschlossene, Entscheidungsfreudige steht für Männer. Mädchen erfahren also schon früh weniger Anerkennung.“

„Nur eine Anekdote: Vor einiger Zeit sah ich einen dreijährigen Jungen, der zur pinkfarbenen Seite der Spielwarenabteilung wollte, und sofort zog ihn die Mutter weg und sagte: Das ist nur für Mädchen. So etwas prägt.“

Leider  sehen viele Frauen diesen Einfluß nicht und halten sich nur an der Diskussion an der Farbe rosa fest. Diese alleine ist ja nicht schlimm, aber die Einteilung in weiblich – männlich mit all den Stereotypen mussen wir endlich überwinden.

Letzte FrageIm Deutschen kann ich Sie als Professorin anreden, im Englischen nicht. Ich muss zur Unterscheidung ein „weiblich“ hinzufügen. Übertreiben wir Deutschen es mit dem Gender nicht etwas?

„Meiner Meinung nach müssten die Engländer weibliche Formen wie „teacheress“ oder „professoress“ einführen.“

NNEEEIIIINNNN!!!

Siehe hier: http://www.loreress.de/frauen-quote-gender/

Nicht weil es rosa ist

OK, ich mag die Farbe rosa nicht besonders, Rüschen und Blümchenmuster auch nicht, aber das ist Geschmacksache und darüber sollte frau bekanntlich nicht streiten. Dass kleine Mädchen rosa lieben mag ich mal dahingestellt lassen und wenn die Mama meint, dass das Kleid rosa sein muss, dann soll es halt so sein.

Aaaaaaber, die Farbe rosa bzw. pink wird seit einigen Jahren und aktuell mal wieder ganz verstärkt von der Industrie zur Vermarktung eingesetzt. Zur Vermarktung von Produkten speziell für Mädchen. Ja, auch für Jungs gibt es Ähnliches und das sollte genauso angeprangert werden. Spielsachen, die den Geschlechterunterschied vertiefen, anstatt zu verringern sind überflüssig und schlecht für die Entwicklung der Gesellschaft. Auf der einen Seite wird von Unternehmen, Regierung und sonstigen Organisationen (nicht zu Unrecht) herausgestellt, dass Frauen doch bitte schön auch Karriere machen, technische Berufe ergreifen (Fachkräftemangel) und doch bitte Vollzeit arbeiten sollten (Altersarmut). Und dann kommen Überraschungseier speziell für Mädchen, „Lego Friends“ und sonstige, die ein gänzlich anderes Frauenbild darstellen.

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Frauenquote

Schon lange mühe ich mich um eine Meinung zur Quote, der Frauenquote natürlich. Brauchen wir die? Ist sie nützlich? Oder eher contraproduktiv?

Die Norweger werden oft als leuchtendes Beispiel hingestellt, dort gibt es die Quote schon länger. Verfechter beider Seiten führen Argumente an, aber mich überzeugen keine so richtig. Sicher werden durch eine Vorgabe mehr Frauen in Führungspositionen kommen, aber persönlich möchte ich keine Quotenfrau sein, sondern den Job auf „normale“ Weise bekommen.

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Frauenquote

Heute wurde (es wurde auch Zeit) eine Diskussion bei den Webgrrls angestossen „was ist mit der Frauenquote“. Zwar hat der Verein die Nürnberger Resolution mit unterstützt/unterzeichnet. Insofern ist die offizielle Position der webgrrls auf jeden Fall „pro Quote“.

Das bedeutet natürlich nicht, dass wir nicht darüber diskutieren und dass auch einige (viele?) gegen die Quote sind.

Meine Meinung: Ich bin hin- und hergerissen:
Pro: weil sich sonst nichts bewegt

Contra

  • Ich will eine Quotenfrau sein
  • Unternehmen müssen selbst bestimmen können, wer sie führt
  • Gleichmacherrei per Gesetz ist schäglich für die Demokratie
  • dann gibt es neben dem Männer-Klüngel noch einen frauenklüngel
  • dann werden eben die Frauen, Schwestern etrc. der Familie rekrutiert.

Studie zu Norwegen (mit pro + contra Argumenten):
http://library.fes.de/pdf-files/id/ipa/07310.pdf

Ob ich die Petition unterzeichne: Nein!