Gleichberechtigung

In der Süddeutschen Zeitung startet Karin Janker eine Diskussion zu (mal wieder) Gleichberechtigung – mit einem lesenswerten, sachlichen Artikel: http://www.sueddeutsche.de/leben/gleichberechtigung-maenner-muessen-feministen-werden-1.2955747

Was sind aber die Feinde, die Gegner der Gleichberechtiung? Obwohl diese ja im Grundgesetz festgeschrieben ist. Aber nicht so richtig gelebt wird.

  1. Manche Frauen

    gleich_1

  2. Solche Werbung:

    gleich_2
  3. Gendermarketing von klein bis groß:

gleich_3gleich_4(Bild: Rosa Werkzeugkasten: http://www.markenwarenshop.de)

Das Netz bietet viele Beispiele:

MOOC

In den letzten Monaten habe ich an einigen MOOCs teilgenommen, die über die Plattform mooin.oncampus.de angeboten und durchgeführt wurden. Zum Abschluss des #A40mooc habe ich die Frage gestellt, ob für einen MOOC eine Plattform wie mooin benötigt wird, oder ein offenes Format besser ist.

Interessante Antworten:

mooc11

 

mooc12

Für mich ist mooin.oncampus.de ein LMS mit wenig Funktionalität und nicht für einen MOOC geeignet. Es werden Inhalte vorgestellt und dazu wird in einem Diskussionsforum diskutiert, teilweise angeregt durch Fragen der Moderatoren.

Die Beiträge bleiben dadurch in einem geschlossenen Forum und können nur von den angemeldeten Nutzern gelesen werden. In einem MOOC wie OPCO11 oder HowToMOOC blieben die Beiträge auf den teilnehmereigenen Blogs. Diskutiert wurde zusätzlich über offene Medien wie z.B. Twitter. Dadurch wurden die Themen öffentlich und weitere Interessierte konnten hinzukommen. Eine geschlossene Plattform verhindert dies.

Wird keine geschlossene Plattform verwendet, werden Teilnehmer auch angeregt andere Formate (als Textbeiträge) einzubringen z.B. Videos, Podcasts, Grafiken etc. Durch ein Forum werden solche Ideen evtl. unterdrückt.

Ich persönlich ziehe ein offenes Format (wie OPCO11, HOWTOMOOC ..) vor, wobei ich die äußeren Zwänge (finazielle Rahmen und organisatorische Anforderungen der Geldgeber) natürlich kenne und die aktuellen Angebote zu würdigen weiss. Allerdings finde ich es schade, dass die ursprüngliche Idee der offenen Angebote dadurch untergeht. Wieso und warum das deutsche Bildungssystem so kurzsichtig ist und solche Angebote dem Finanzierungszwang unterliegen ist eine andere Diskussion.

Gedanken zu MOOCs und deren Finanzierung http://www.loreress.de/mooccash-finanzierungsmodelle-fur-moocs/

Ist gerade mal wieder der Feminismus in?
Viele interessante Artikel wurden in den vergangenen Wochen dazu in meine Timeline gespült. Garniert mit ärgerlichen Erfahrungen des Alltags.
Eigentlich wollte ich etwas Sinniges dazu schreiben, aber mir fällt nichts Neues dazu ein. Es wurde doch schon Alles gesagt, Pro sowie Contra. Sei es der Alltagssexismus, der Genderwahn oder die (Un)Vereinbarkeit von Karriere und Muttersein.
Ein Punkt ist mir in den Kommentaren aufgefallen: Auch wenn es sachliche Kritik gibt, am Ende gewinnen die Pöbler – beider Seiten!
Und: es wird über ein Problem diskutiert, aber nicht über Lösungsmöglichkeiten. Diese Aussage habe ich Vorgestern irgendwo auf Twitter gelesen, und sie stimmt in diesem Zusammenhang hervorragend.

Herrgott nochmal!
Ich kann diese Selbstzerfleischung, die genüsslich von der Presse geschürt wird, nicht mehr ertragen.

  • Ja, es gibt Frauen, die gerne zu Hause bleiben und Kinder betreuen. Schön für sie, wenn sie sich das leisten können.
  • Es gibt Frauen, die gehen lieber ihrem Beruf nach und gönnen sich nur Abends und am Wochenende vollzeitmäßig die Kinder. Auch gut, wenn die Kinderbetreuung geregelt ist.
  • Es gibt Frauen, die würden gerne zu Hause bleiben, müssen aber aus finanziellen Gründen arbeiten und
  • es gibt Frauen, die würden gerne arbeiten, finden aber keine Betreuung für die Kinder.

Diese ewigen Diskussionen und Aussagen welcher Lebensentwurf nun besser ist, ist überflüssig. Es muss Kindern, Mütter und Vätern möglich sein nach den eigenen Vorstellungen zu leben. Frauen, Männer, Politiker und Kirchen sollten sich nicht für unterschiedliche Vorstellungen bekämpfen und die der anderen herabwürdigen.

Also, Lösungen für unterschiedliche Lebensentwürfe suchen, rosa Osterhasen verbannen und dem Alltagssexismus den Stinkefinger zeigen.

Und heute lese ich mal wieder Simone de Beauvoir.

Links, ohne Wertung:

stöckelschuh

Januar 2016

Er begann so trist wie letztes Jahr, neue Fotos lohnten daher nicht.

NW_neujahr_2015
Es gab aber auch morgendliche Bilder, die Hoffnung machten

sonnenaufgangund Sonnenuntergänge, die zum Fotografieren reizten.

IMG_1388.v01_01Duch den Umstieg auf Linux/Ubuntu sind mir leider die Fotos von letzten Teneriffa-Besuch, sowie die Insejktenfotos verlorgen gegangen, Aber dafür besteht ja nun ein Anreiz, dieses Jahr bessere Fotos zu machen, Einige sind noch hier (Teneriffa) und hier (Koken/Insekten).
Würde am liebsten gleich die Koffer packen und ein paar Tage in die Sonne fliegen – aber der August kommt ja schnell, dann gehts hier hin.

2015

Auch wenn es gegen meine Überzeugung ist: 2015 wird jetzt abgehakt, im neuen Jahr geht es wieder aufwärts. Mit anderen Worten „die Hoffnung stirbt zuletzt“.
(Ich: Der Jahresbeginn ist willkürlich, daher halte ich die Aufregung über „Neujahr“ für übertrieben.)

ghghhg

Ruhe

Das Wochenthema bei #Fotoprojekt2015 lautet „Ruhe“ <Zu sehen hier: https://twitter.com/hashtag/fotoprojekt2015?src=hash> Ich habe geschummelt und ein Foto aus dem Archiv verwendet. Dort sind aber noch mehr Fotos, die auch zu dem Thema passen.

Hier meine Zusammenstellung: http://fotos.loreress.de/sammlungen/ruhe/ Das erste Foto habe ich übrigens unter dem Hashtag gepostet. Gemäß dem Motto „alles in Frage stellen“

Warum schweigen die Lämmer?

Ja, wir sind die Lämmer, die schweigen, weil sie manipuliert sind. Klingt wie Verschwörungstheorie, ist es aber nicht lt. Prof. Rainer Mansfeld.

Am 22. Juli 2015 an der Christian Albrechts Universität Kiel hat er einen Vortrag dazu gehalten, der bei mir eine Gänsehaut hervorruft und verschiedene Sketches der ‚Anstalt‘ ins Gedächtnis ruft.

Die Masse (der Lämmer):
„Die Masse ist in ihren Auffassungen unstet und wetterwendisch,für ihre Fehlleistungen macht sie andere verantwortlich….“

Die Politiker:
Die politischen Führer andererseits seien in ihrem Handel vor allem geleitet durch ein „Verlangen nach Macht, um Herrschsucht und Ehrgeiz zu befriedigen.“

Die herrschenden Eliten:
Die von den herrschenden Eliten gewünschte Zuschauerdemokratie lässt sich also nur erreichen, wenn die Bevölkerung weitgehend entpolitisiert ist und von politischer Lethargie und moralischer Apathie befallen ist.“

Zum Schluss:
Nur wenn wir erkennen, dass wir uns in einem Manipulationskontext befinden, und dann die Medien, über die die gewünschten Manipulationen vermittelt werden, aktiv vermeiden, haben wir in derartigen Situationen eine Chance, uns einen Rest von Autonomie zu bewahren.“

Macht Hoffnung:
„Wir verfügen gleichsam über ein natürliches Immunsystem gegen Manipulation. Wir müssen uns nur entschließen, es zu nutzen.“

Anhören, Lesen, Denken, Handeln!!

Gute Zusammenfassungen: http://satiresenf.de/?p=2898

http://www.nachdenkseiten.de/?p=26804

Der Vortrag auf Youtube: https://www.youtube.com/watch?t=2253&v=Rx5SZrOsb6M

Transscript als PDF: https://free21.org/sites/free21.org/files/article_pdf/high_resolution/03-transcript_mausfeld_laemmer.pdf

Ein Interview mit Michael Krons https://www.youtube.com/watch?v=4WclOOZuyjA

Aus der Diskussion:
„Wir haben keine Waffengleichheit mehr, aber wir haben immer noch das Licht der Vernunft, das ist sozusagen unsere letzte Rettung … „

„Die Investition in unsere Zukunft beginnt bei den Säuglingen“

Ach ja, mal wieder …

… ONLINE- vs. OFFLINE-Leben.

Wir haben 1 Leben! In diesem Leben

  • kommunizieren wir: über den Zaun oder im Treppenhaus mit dem Nachbarn, per Telefon, per E-Mail, per Twitter und vielen anderen Online-Werkzeugen
  • lesen wir: Romane, Nachrichten, Briefe – auf totem Holz (Papier) geschrieben oder gedruckt oder auf dem Bildschirm, Tablet oder SmartPhone
  • lassen wir uns unterhalten: im Theater, im Kino, auf dem heimischen Fernseher oder anderen Geräten.

bin_weg
Ja, ich muss manchmal Abschalten im Kopf, mir Ruhe gönnen, z. B. mit einem schönen Roman. Dabei ist es aber völlig egal, ob das ein Buch, ein Tablet oder ein ebook-Reader ist. Wenn ich mich entspannen will, dann kann ich ein Bild malen oder am PC mit Photoshop experimentieren, beides ist gleich kreativ.

Wenn ich zum Kräftesammeln ins Kloster gehe, dann entfallen nicht nur Telefonate und WhatsApp, sondern auch der Schwatz am Gartenzaun oder im Treppenhaus. Das alles hat mit online oder offline sein nichts zu tun.

Das Internet gehört zu unserem Leben, genau wie Auto, Waschmaschine und Kühlschrank, Radio und Fernsehen.

Social Media-Nutzung oder warum ich nicht auf Facebook bin …

…und das was ich schreibe auf dem eigenen Blog liegt.

Auf Twitter habe ich mich zu einer Äußerung hinreißen lassen, die prompt eine Gegenfrage provozierte.
someLink im Tweet: http://www.sueddeutsche.de/digital/neue-app-facebook-will-alternativlos-werden-1.2507384

Warum ich die Nutzung „Sozialer Netzwerke“ auf ein Minimum beschränke:
„Soziale Netzwerke“ wie Facebook, Instagram, Flickr etc. sind nicht sozial. Es sind kommerzielle Plattformen, die damit Geld verdienen, dass die Nutzer ihre Daten hinterlassen. D. h., wir, die Nutzer, sind nicht die Kunden, sondern die Ware!

Die Geschichte meiner Internet/Social Media-Nutzung ist ständigen Änderungen unterworfen, in denen sich auch die technischen und sozialen Veränderungen der Umwelt/Gesellschaft wiederspiegeln.

Im Jahre 2000 habe ich meine erste (geschäftliche) Homepage gebastelt und mich durch den HTML-Code gewurschtelt. Es gab noch keine Plattformen wie WordPress.com, Blogger oder andere. D.h. ich wurde internet-sozialisiert mit der eigenen Webseite.

Und kann kam Web 2.0 und alle waren euphorisch. Toll, Kommunikation anstelle von statischen Webseiten, jeder kann Autor werden, alle lernen voneinander und miteinander, wunderbare Spielzeuge. Die Bildungslandschaft war allerdings äußerst träge und kam erste Jahre später zur Nutzung der Werkzeuge (und die Umsetzung hapert immer noch).

Mein erstes SoMe-Tool, das ich ernsthaft nutzte und noch nutze war Twitter. Facebook probierte ich auch aus, aber konnte mich nie so recht anfreunden damit, nutzte es zeitweise beruflich und verlies dann schnell die Plattform.

Warum?
Undurchsichtige AGBs, unklare Privatsphären-Einstellungen und außerdem „war es nicht mein Ding“, so ganz persönlich. Ich nutzte dann eine Weile Google+, da sich hier einige der Edu-Szene tummelten. Aber aus Zeitgründen habe sich die Aktivitäten dort eingestellt und auch den Google+-Account gelöscht.

Ich teste natürlich immer wieder neue Plattformen, einfach um auf dem Laufenden zu bleiben und weil es Spaß macht Neues zu erforschen. Zum Testen verwende ich irgendwelche Wegwerf-E-Mail-Adressen und versuche anonym zu bleiben

Ja, wir lassen uns alle, manche viel andere weniger, nicht nur durch SocialMedia-Plattformen, sondern durch Nutzung des Internets allgemein, ausnutzen. Kostenloses gibt es nicht! Leider ist das vielen nicht bewusst. Ich versuche meine Spuren zu minimieren und dazu gibt es viele einfache Möglichkeiten

  • Browser zum Surfen: Firefox mit diversen Plugins wie BetterPrivacy, Disconnect sowie Löschen des Verlaufs und der Cookies bei jedem Schließen des Browsers.
  • zeitweise auch Tor <https://www.torproject.org/>
  • nicht automatisch bei Google einloggen und keine Google-Anwendungen nutzen, ab und zu wird das Google-Konto via Chrome überprüft.
  • Zum Austausch von Dateien gibt es OwnCloud und FTP. Das ist natürlich nicht so schick, aber dafür auf dem eigenen Webspace. Dafür brauch ich kein Dropbox oder ähnliches. Auch Fotos, außen den privaten, sind nur auf meinem Webspace. Flickr ist mir zu groß, zu unübersichtlich. Außerdem sind meine Fotos und Reiseberichte für meine Freunde gedacht und ich will damit keine weltweite Aufmerksamkeit erzeugen.
  • Vermeide das Einloggen in Plattformen via Twitter-Account. Das ist zwar praktisch, erleichtert aber ungemein die Profilbildung und das Tracking
  • Und natürlich habe ich überall ein separates Passwort :-)

Ich habe nun mal gerne die Kontrolle über meine „Sachen“. Seit Snowden hat sich dies noch verstärkt. Ich würde gerne für eine SocialMedia-Plattform zahlen, wenn dies sicherstellen würde, dass meine Daten nicht verschachert und zur Profilbildung herangezogen würden.

Für mich käme daher auch keine dauerhafte Präsenz auf Blogger oder WordPresss.com in Frage, denn nur auf der eigenen Webpräsenz habe ich die Kontrolle über meine Inhalte.

Die Aussage, via Facebook kann ich mit den Kindern Kontakt halten, gilt nicht, das kann ich mit einer eigenen Webpräsenz, mit einem eigenen WordPressinstallation und z.B. Koken für Fotos genauso gut. Wenn ich das technisch nicht kann? Dafür gibts genügend HIlfe – frage mal deinen Nachbarn oder die VHS.

Beiträge zu diesem Thema  werde ich ab jetzt mal zusammenstellen (natürlich hier auf dem Blog, auf einer speziellen Seite). Wobei ich für das temporäre Kuratieren von Inhalten, z.B. für Seminare oder Veranstaltungen auch Storify.com und SCOOP.IT genutzt habe. Dabei fällt mir noch ein Nachteil der Cloud-Plattformen ein: man vergisst manchmal. was dort so rumliegt.

Ich im Netz :

Das Gesagte gilt für mich als Privatperson, das gilt nicht für Menschen, die beruflich im Netz unterwegs sind und Unternehmen.

snowden_en_kl