Social Media-Nutzung oder warum ich nicht auf Facebook bin …

…und das was ich schreibe auf dem eigenen Blog liegt.

Auf Twitter habe ich mich zu einer Äußerung hinreißen lassen, die prompt eine Gegenfrage provozierte.
someLink im Tweet: http://www.sueddeutsche.de/digital/neue-app-facebook-will-alternativlos-werden-1.2507384

Warum ich die Nutzung „Sozialer Netzwerke“ auf ein Minimum beschränke:
„Soziale Netzwerke“ wie Facebook, Instagram, Flickr etc. sind nicht sozial. Es sind kommerzielle Plattformen, die damit Geld verdienen, dass die Nutzer ihre Daten hinterlassen. D. h., wir, die Nutzer, sind nicht die Kunden, sondern die Ware!

Die Geschichte meiner Internet/Social Media-Nutzung ist ständigen Änderungen unterworfen, in denen sich auch die technischen und sozialen Veränderungen der Umwelt/Gesellschaft wiederspiegeln.

Im Jahre 2000 habe ich meine erste (geschäftliche) Homepage gebastelt und mich durch den HTML-Code gewurschtelt. Es gab noch keine Plattformen wie WordPress.com, Blogger oder andere. D.h. ich wurde internet-sozialisiert mit der eigenen Webseite.

Und kann kam Web 2.0 und alle waren euphorisch. Toll, Kommunikation anstelle von statischen Webseiten, jeder kann Autor werden, alle lernen voneinander und miteinander, wunderbare Spielzeuge. Die Bildungslandschaft war allerdings äußerst träge und kam erste Jahre später zur Nutzung der Werkzeuge (und die Umsetzung hapert immer noch).

Mein erstes SoMe-Tool, das ich ernsthaft nutzte und noch nutze war Twitter. Facebook probierte ich auch aus, aber konnte mich nie so recht anfreunden damit, nutzte es zeitweise beruflich und verlies dann schnell die Plattform.

Warum?
Undurchsichtige AGBs, unklare Privatsphären-Einstellungen und außerdem „war es nicht mein Ding“, so ganz persönlich. Ich nutzte dann eine Weile Google+, da sich hier einige der Edu-Szene tummelten. Aber aus Zeitgründen habe sich die Aktivitäten dort eingestellt und auch den Google+-Account gelöscht.

Ich teste natürlich immer wieder neue Plattformen, einfach um auf dem Laufenden zu bleiben und weil es Spaß macht Neues zu erforschen. Zum Testen verwende ich irgendwelche Wegwerf-E-Mail-Adressen und versuche anonym zu bleiben

Ja, wir lassen uns alle, manche viel andere weniger, nicht nur durch SocialMedia-Plattformen, sondern durch Nutzung des Internets allgemein, ausnutzen. Kostenloses gibt es nicht! Leider ist das vielen nicht bewusst. Ich versuche meine Spuren zu minimieren und dazu gibt es viele einfache Möglichkeiten

  • Browser zum Surfen: Firefox mit diversen Plugins wie BetterPrivacy, Disconnect sowie Löschen des Verlaufs und der Cookies bei jedem Schließen des Browsers.
  • zeitweise auch Tor <https://www.torproject.org/>
  • nicht automatisch bei Google einloggen und keine Google-Anwendungen nutzen, ab und zu wird das Google-Konto via Chrome überprüft.
  • Zum Austausch von Dateien gibt es OwnCloud und FTP. Das ist natürlich nicht so schick, aber dafür auf dem eigenen Webspace. Dafür brauch ich kein Dropbox oder ähnliches. Auch Fotos, außen den privaten, sind nur auf meinem Webspace. Flickr ist mir zu groß, zu unübersichtlich. Außerdem sind meine Fotos und Reiseberichte für meine Freunde gedacht und ich will damit keine weltweite Aufmerksamkeit erzeugen.
  • Vermeide das Einloggen in Plattformen via Twitter-Account. Das ist zwar praktisch, erleichtert aber ungemein die Profilbildung und das Tracking
  • Und natürlich habe ich überall ein separates Passwort 🙂

Ich habe nun mal gerne die Kontrolle über meine „Sachen“. Seit Snowden hat sich dies noch verstärkt. Ich würde gerne für eine SocialMedia-Plattform zahlen, wenn dies sicherstellen würde, dass meine Daten nicht verschachert und zur Profilbildung herangezogen würden.

Für mich käme daher auch keine dauerhafte Präsenz auf Blogger oder WordPresss.com in Frage, denn nur auf der eigenen Webpräsenz habe ich die Kontrolle über meine Inhalte.

Die Aussage, via Facebook kann ich mit den Kindern Kontakt halten, gilt nicht, das kann ich mit einer eigenen Webpräsenz, mit einem eigenen WordPressinstallation und z.B. Koken für Fotos genauso gut. Wenn ich das technisch nicht kann? Dafür gibts genügend HIlfe – frage mal deinen Nachbarn oder die VHS.

Beiträge zu diesem Thema  werde ich ab jetzt mal zusammenstellen (natürlich hier auf dem Blog, auf einer speziellen Seite). Wobei ich für das temporäre Kuratieren von Inhalten, z.B. für Seminare oder Veranstaltungen auch Storify.com und SCOOP.IT genutzt habe. Dabei fällt mir noch ein Nachteil der Cloud-Plattformen ein: man vergisst manchmal. was dort so rumliegt.

Ich im Netz :

Das Gesagte gilt für mich als Privatperson, das gilt nicht für Menschen, die beruflich im Netz unterwegs sind und Unternehmen.

snowden_en_kl

NSA – GCHQ – BND

und jetzt noch das Deutschlandnetz oder Schengen-Netz, kurz #Schlandnetz.
Sind Verschlüsseln, anonym Surfen oder wieder zur Brieftaube zurückkehren (siehe E. Morozov) Lösungen?
Nein, ich will mich nicht verstecken müssen und ich will auch mein Kommunikationsverhalten nicht den Abhörpraktiken anpassen. Ich setze auch keinen Alu-Hut auf!

Ich denke, wir dürfen bei der Diskussion nicht alles in einen Topf werfen, sondern zunächst einmal differenzieren zwischen kommerzieller Datensammelwut und behördlicher. Eine weitere Unterscheidung ist zu treffen zwischen privater Nutzung des Internet (also C2C und B2C) und Nutzung im B2B-Bereich.
Im B2B, also der Kommunikation und kommerziellen Anwendungen zwischen Unternehmen und der unternehmensinternen Kommunikation und gibt es Spezialisten, die jetzt sicher einen richtigen Boom erleben und Tools und Verfahren anbieten um gegen Spionage etc. gewappnet zu sein.
Aber hier soll es um uns Privatpersonen gehen.
Wer will meine Daten und was machen „die“ damit und was kann ich tun und was sollte die Politik tun.

a) Kommerzielle Nutzung meiner Datenspuren
Dagegen wehre ich mich indem die Speicherung von Cookies unterbinde, den Browserverlauf lösche und diverse Add-Ons zum Ausblenden der Werbung nutze etc.. Facebook nutze ich nicht und Google+ wird nur in Chrome gestartet, der wiederum für nichts anderes verwendet wird (die dort verwendete E-Mail-Adresse nutze ich anderswo auch nicht).
Und ab und zu verwende ich auch TOR.
Und natürlich einen ordentlichen Spam-Filter.
Und klicke nicht auf jeden Schei… !

Kann ich von der Politik erwarten, dass Datenschutzregeln eingeführt und überwacht werden? Theoretisch ja, aber praktisch? Daten fließen im Web (sehr schön erläutert hier: http://www.carta.info/66765/dem-physischen-verhaftet). Wie das mit internationalen Handelsabkommen so geht, zeigen und ACTA, CETA und …. Sprich, auf die Politik ist da kein Verlass, zumal die Gesetzgebung der technischen Entwicklung immer um Jahre hinterherhinken wird.
Wirksamer ist es, unser Konsumverhalten zu analysieren und Aufklärung zu betreiben. Das muss gefördert werden und NGOs haben hier eine große Aufgabe. Oder denkt wirklich jemand, dass ein Verbraucherschutzministerium, das mit McDonald ein „Bündnis für Verbraucherbildung“ abschließt, irgendetwas Gutes bewirken kann? (Quelle http://www.sueddeutsche.de/panorama/mcdonalds-im-ernaehrungs-unterricht-wirbel-um-mcschule-1.1622614 )

Merke: Es gibt nichts kostenlos, denn die Anbieter im Internet sind nicht die Heilsarmee. „Sie zahlen mit Ihren Daten“.
Hier war unser aktueller IM Friedrich ehrlich „Bürger müssen sich selbst schützen“ http://www.tagesschau.de/inland/nsa-skandal106.html

b) Polizeiliche Überwachung
Zur Verhinderung von Straftaten? Nein, denn bei uns gilt immer noch die Unschuldsvermutung (auch wenn einige Politiker das gerne übersehen). Zur Aufklärung von Straftaten müssen Polizei, Zollfahndung etc. selbstverständlich das Internet nutzen, aber keine Vorratsdatenspeicherung und Schnüffelsoftware. Hier gibt es auch eindeutige Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts.
Solange die Unschuldsvermutung gilt und wir schärfere Bestimmungen zur Zwangseinweisung in die Psychiatrie einführen, sollte ein unschuldiger Bürger keine Probleme bekommen.
Das gilt es aber ständig zu kontrollieren.
Wo ist die Stelle, die mir hilft, wenn ich unschuldig in die polizeiliche Mühle komme?
Wer kontrolliert die „Beweise“ und deren Sammler?
Eine politische und sehr wichtige Aufgabe. Hier können nur wir Bürger Druck machen und entsprechende Gesetze und deren Überwachung einfordern.
Und die Presse, die Medien?
Ich wünsche mir mehr ausgewogene Berichterstattung. Schreibt nicht einfach die Presseerklärungen der Behörden ab, hinterfragt, macht endlich wieder investigativen Journalismus.
Diese Verpflichtung haben auch die Öffentlich-Rechtlichen!
Aber wir müssen auch das einfordern!

c) Geheimdienstliche Überwachung
Denen werden wir das schnüffeln nicht austreiben können, aber wir müssen ganz starke Kontrolle fordern und durchsetzen. Ein geheimes Kontrollgremium, das im Geheimen tagt bringt da nicht viel. Hier müssen klare Regeln vorgegeben werden und deren Durchsetzung kontrolliert werden. Wie wäre es denn mal wieder mit einem Ethikrat? Bei der Entscheidung zun Atomkraft durften Menschen ohne Sachverstand, aber mit gesellschaftlichen Engagement mitreden, hier wäre es wesentlich sinnvoller.

d) und nun zu dem gefährlichsten Treiben: dem Zusammenführen von Daten aus verschiedenen Datenquellen und die Analysen daraus. In einem hat Gauck ja recht „dass früher die Geheimdienste Aktenordner sammelten“. Damals waren noch Menschen mit Lesen, Abhören und Auswerten beschäftigt. Heute machen das Computer. Klar machen auch Menschen Fehler und Akten können (versehentlich) geschreddert werden, aber das potenziert sich bei der rein maschinellen Auswertung:

  • Nach welchen Kriterien wurden die Daten gesammelt, passt das zu den Algorithmen der Auswertung?
  • Hat sich da irgendwo ein Computer verschluckt oder ist ein Bit auf der Reise durch die Welt umgedreht worden?
  • Wie wurden die Algorithmen programmiert?

Fehlermöglichkeiten ohne Ende!
Dazu kommt die Gläubigkeit vieler Menschen: Das ist so berechnet worden, also muss es stimmen!
Ich sage nur „42“.
Wie sehen meine Chancen aus, wenn ich durch ein umgedrehtes Bit zum Terroristen berechnet werde?
An wen kann ich mich wenden?
Wo lande ich, in Guantanamo oder der Psychiatrie?
Davor habe ich Angst!

e) Noch ein gefährlicher Aspekt
Die Gesellschaft verändert sich, Machtverhältnisse ändern sich. Was heute „Gut“ ist ist morgen vielleicht „Böse“. Die Daten sind aber noch da. Es müssen nur die Filter neu gesetzt werden – und dann????

Ob d oder e gefährlicher ist, weiss ich nicht, aber wahrscheinlich ist beides.

Patentrezept?
Wachsam bleiben, kritisches Denken fördern, keinem Wahlversprechen glauben, sich nicht einlullen lassen …..

Nein, ich verschlüssele keine E-Mails

Nein, ich verschlüssele (derzeit) keine E-Mails. Warum? Ja, ich habe nichts zu verbergen. Ich beleidige keine Person, Organisation, Institution o. ä. und ich beabsichtige auch keine terroristischen Aktivitäten und unterstütze diese auch nicht. Ich bin ein durch und durch demotratischer Mensch (meistens jedenfalls :-)). Ich achte unsere Demokratie und füge niemandem Schaden zu.

Wenn mir jemand etwas mitteilen möchte, das der BND, die NSA oder sonst jemand nicht mitlesen/mithören soll, dann geht das per Brief (ich vertraue derzeit noch auf das Briefgeheimnis ) oder mündlich in einer Zone ohne Video-oder sonstige Überwachung.

Ich werde aber alles daran setzen, dass wir Regelungen bekommen, wie mit den ausspionierten Daten umgegangen wird. Ich möchte sichergestellt wissen, dass mir aus irgendwelchen evtl. aus Algorithmen zustandegekommenen Daten oder Ableitungen nichts Böes unterstellt werden kann, sondern dass auch hier die Unschuldsvermutung gilt und mir alle Rechte und Möglichkeiten eines Rechstsstaates zur Verfügung stehen, mich gegen drohnde Anklagen zur Wehr zu setzen.

Wer oder was ist morgen „böse“

Bei der aktuellen Diskussion um #Prism #Tempora und Aluhüte werden die wichtigsten Fragen (noch) ausgeblendet:

  • Was oder wer ist morgen „böse“?
  • Wer bestimmt was „böse“ ist?
  • Wie erhalten wir unser gutes Recht zur Mitsprache?

Darum müssen wir uns kümmern, nicht über Verschlüsselungsmethoden und Betriebssysteme diskutieren. Wir werden überwacht und werden auch weiterhin überwacht werden (da haben Friedrich, Uhl und Konsorten recht). Aber das wichtigste ist doch die Bewertung der Daten. Und das führt zu den o.g. Fragen!

Udo Vetter beschreibt das sehr schön: „Gerade Friedrich hat vor nicht mal zwei Jahren nach dem Massenmord in Norwegen gefordert, die Anonymität im Netz gehöre abgeschafft. Gestern hatte er keine Probleme, zeitglich ein Supergrundrecht auf Sicherheit zu postulieren und das Hohelied der Kryptographie zu singen. Spätestens nach der Wahl wird der gleiche Mann fordern, dass man dafür ins Gefängnis geworfen werden kann, wenn man das Truecrypt-Passwort für den eigenen PC nicht herausgibt oder sich gegenüber Behörden weigert, eigene Mails zu entschlüsseln.“ http://www.lawblog.de/index.php/archives/2013/07/17/ich-will-keinen-aluhut/

Ich habe nichts zu verbergen!

Gestern Abend war mal wieder ein Treffen mit den ehemaligen Schulkolleginnen. Neben dem Austausch von Enkelbildern und den Gesundheitsreports, waren natürlich auch aktuelle Ereignisse ein Gesprächsthema. Und natürlich fiel dazu auch der Satz „Ich habe nichts zu verbergen“.

An einem lauen Sommerabend bei einem guten Essen sind einfache, eingängige Argumente gefragt. Eine Schilderung wie hier http://www.scilogs.de/chrono/blog/natur-des-glaubens/usa/2013-07-06/sollten-sich-anst-ndiger-b-rger-wegen-der-berwachung-sorgen-ein-erfahrungsbericht-aus-den-schattenkriegen führt zu weit, also was sind schlagkräftige, einfach Sätze?

1.) Es geht nicht um die Frage, ob ich etwas zu verbergen habe, sondern darum, dass es niemanden etwas angeht, wem ich wann eine Mail schreibe oder mit wem ich wie lange telefoniere.

„Wir haben ein Recht auf unsere persönlichen Gedanken und Geheimnisse – vollkommen unabhängig davon ob sie legal, geschmacklos, peinlich, visionär oder sonstwas sind. Und darauf, dass sie nicht überwacht und ausgewertet werden. Denn in einer Gesellschaft, in der die Gedanken nicht mehr frei sind, sind es die Menschen auch nicht mehr.“ (http://piratenpartei-bw.de/2013/06/21/was-ist-so-schlimm-an-prism/)

2.) Die Daten eines einzelnen Telefonates oder einer Mail sagen noch nicht viel aus, aber durch Zusammenführung lassen sich Ableitungen und vermeintliche Auswirkungen berechnen. Beispiel Amazon: Wenn ich heute ein Buch kaufe erhalte ich automatisch weitere Vorschläge dieses Genres. Auch staatliche Stellen berechnen aus Bestands- und Verbindungsdaten Verhaltensmuster – und plötzlich steht die Polizei vor der Tür.
Bei der EU läuft ein Projekt Indect: Das Projekt INDECT will eine Plattform entwickeln, die mehrere bereits jetzt ausgespähte Sphären vereint: Die Auswertung von Informationen im Internet, Videoüberwachung auch mit fliegenden Kameras und ein Abgleich mit etwaigen angeschlossenen Polizeidatenbanken. Gesucht wird nach „abweichendem Verhalten“, also zuvor definierten Auffälligkeiten. Damit sollen Personen möglichst automatisiert ver­folgt werden, während ihre biometrischen Daten mit polizeilichen Datensammlungen abgeglichen werden.
http://www.youtube.com/watch?v=2VYx00v_LjM&feature=youtu.be&a

3.) Datensammlungen verführen: Mit nur 6 Eigenschaften, die jeweils auf 100 Personen zutreffen, kann ich aus 1 Million Menschen einen einzigen herausfiltern. Wer kontrolliert die Berechnungen? Wer überwacht die Datensammlungen? Es werden nicht mehr MENSCHEN von Menschen betrachtet, sondern Computer berechnen Daten. Und wir wissen alle, wie schnell hierbei Fehler auftreten können.

4.) Daten sind schnell ausgetauscht – auch an Gruppen, die wir vielleicht nicht mögen. Was machen unsere Feinde mit unseren harmlosen Daten? Was ist für wen harmlos? Was ist morgen böse? Was ist morgen gut? Wie sollen unsere Enkel leben – in einem real gewordenen 1984?

5.) Die Aufruhr in Deutschland über Google Streetview war riesig – wo sind jetzt diese Menschen, die sich gegen das fotografieren ihres Häuschens aufgeregt haben? Diese Datensammelei ist wesentlich gravierender!

6.) Wir müssen mitreden, wir müssen mitdenken um die Zukunft mitgestalten zu können!!

Hier noch ein paar Artikel dazu: http://storify.com/lress/uberwachung-oder-freiheit

Watching You

Datenschutz – Überwachung ….

a) Wer sammelt:

  • Geheimdienste
  • Polizei
  • Unternehmen
  • ..

b) Was wird gesammelt

  • Bestandsdaten (Name, Anschrift …)
  • Verbindungsdaten (Festnetz, Handy, mobiles Internet)
  • Inhalte
  • Kaufverhalten
  • Bewegungsdaten (Autokennzeichenerfassung)

c) Zu welchem Zwecke

  • Unternehmensspionage
  • Verbrecherjagd
  • Terroristenfahnung
  • Überwachung zur Prävention
  • Gezielte Werbung

 

2. Nachtrag zu „Prism, Tempora, Postprivacy“

Aus der Twitter-Diskussion:

„Wir müssen zuerst zwischen öffentlichen und privaten Daten unterscheiden, dann letztere technisch u. organisatorisch … 1/2 …schützen. In deinem Blogeintrag zu PRISM fehlt mir diese Unterscheidung. Stimme aber zu, zu komplex für Twitter 😉 2/2“

„Wir müssen uns mehr mit der Auswertung, den Algorithmen und den daraus gezogenen Konsquenzen beschäftigen“

PRISM, Tempora, Vorratsdatenspeicherung -> Postprivacy?

Fakten:

  1. Alle Spuren, die ich im Netz hinterlasse werden ausgewertet und evtl. auch gespeichert, vieleicht anonymisiert, vielleicht auch nicht.
  2. Dienste und Unternehmen wollen wissen mit wem wir skypen, wem wir E-Mails schreibem, was wir bei Apple oder Amazon kaufen und wohin wir reisen:
    WIR KÖNNEN ES NICHT VERHINDERN!
  3. „Was mit Daten gemacht werden kann – wird gemacht (werden)“

Erkenntnisse:

  1. Wenn ich weiss, dass alle möglichen Unternehmen und (Geheim-)Dienste Daten auf Teufel komm‘ raus sammeln, dann stelle ich mich darauf ein.
  2. Wenn ich etwas reden oder schreiben will, das kein Überwachungsdienst mitbekommen soll (z. B. dass ich am Samstag vermummt zur die nicht genehmigten Demo gehen will), dann muss ich die Brieftaube oder den reitenden Boten nehmen oder verschlüsseln.
  3. Ich muss realisieren, dass es in #Neuland keine Geheimnisse gibt!

Forderungen

  1. Es muss veröffentlicht werden Was Wo von Wem gesammelt und
  2. wie diese Daten ausgewertet werden und
  3. wie lange diese gespeichert werden.
  4. Es muss Missbrauch sichtbar gemacht werden und Stellen eingerichtet werden, an welchen Fehlinterpretationen und Missbrauch untersucht und aufgeklärt werden können.
  5. Es müssen Zweck der Datensammelei und Berechnungsmodelle veröffentlicht werden.
  6. Die Rohdaten müssen im Sinne von OpenData veröffentlicht werden.

Alle gesammelten Daten müssen veröffentlicht werden! Jeder Mensch darf alles wissen!

Dann sind wir in #Neuland angekommen!