Open Educational Ressources

Die Uni Frankfurt, genauer gesagt Studiumdigitale lud zu einem Fachforum zu  Open Content und Rechtsfragen ein Open Content und Rechtsfragen

Bei den beiden Vorträgen zu rechtlichen Fragen gab es das von Juristen bekannte „ja – aber ..“ an vielen Stellen zu hören, aber auch erhellende Einblicke. Den Vortrag von Ulf Ehlers habe ich leider zu 80 % verpasst, aber den werde ich mir in der Aufzeichnung ansehen. Alle Vorträge wurden aufgezeichnet und werden sicher bald online zu finden sein. Wenn die URL bekannt ist, werde ich das nachtragen.

Was mich umtreibt, und auch dazu trieb, diese Veranstaltung zu besuchen, waren nicht unbedingt die Rechtsfragen (darum muss frau sich im Rahmen der Urheberrechtsdiskussion gesondert kümmern :-)), sondern die Frage, wie kann OER an Schulen sinnvoll genutzt werden. Die Vorteile sind (für mich) vielfälltig:

  • Kulturelle Vielfalt
  • kostengünstiger
  • keine Einflussnahme von Verlagen auf die Bildung

In einer Diskussionsrunde haben wir die Frage erörtert: „Was können wir tun um OER in Schulen voranzubringen?“

Um es vorweg zu nehmen: eine einfache Lösung wurde nicht gefunden, aber doch einige Eckpunkte beschrieben.

Die Problematik:

  • Es gibt bereits viel Materialien online.
  • Diese liegen aber sehr verstreut im Netz.
  • Es fehlt eine zentrale Stelle.
  • Es herrscht eine große Rechtsunsicherheit (–> Urheberrecht nicht mehr praxisnah)
    • Auf Seiten der Nutzer
    • Und auf Seiten der Autoren

Lösungsansätze:

  • Gezielte Weiterbildung der Lehrenden (als Autoren sowie Nutzer)
  • Qualitätssicherung der Inhalte
  • Zielgerichtete Suchmöglichkeiten

Als Fazit haben wir erkannt, dass es hier die Aufgabe des Staates ist, für die Verbreitung von OER zu sorgen und zwar dauerhaft und nicht mit zeitlich begrenzten Förderprojekten zu agieren.

Interessanterweise fand ebenfalls gestern im BMBF http://werkstatt.bpb.de/2012/11/angehort-fachgesprach-zu-open-education-des-bildungsministeriums/ ein Fachgespräch zu OER statt. Merkwürdig (oder auch nicht, wenn frau auf die Liste der Teilnehmer blickt) ist die Aussage, dass es „umstritten ist, ob das Urheberrecht für den Bildungsbereich geändert werden sollte„. Hier war unsere Runde einig, dass es durchaus notwendig ist hier andere Regelungen zu finden (z. B. freies Kopieren aus Schulbüchern ohne bürokratische Einschränkungen).

Symptomatisch ist für mich der Satz „Konsens: Förderung von OER bedeutet nicht die Verlagerung der Erstellung von Lernunterlagen in eine zentrale staatliche Behörde und damit keinen Angriff auf die Existenz von Bildungsmedienverlagen.“ Was bitte hat die Existenzsicherung kommerzieller Verlage in dieser Diskussion zu suchen?

Persönliches Fazit:

  • OER muss von staatlicher Seite kontinuierlich gefördert werden.
  • In Bildungseinrichtungen muss freies Kopieren erlaubt sein.
  • Staatliche Förderung von Initativen, die kostenlose Nutzung von gemeinfreien Werken ermöglichen (siehe „Kinder wollen singen“ Musikpiraten e.V.)
  • Aus- und Weiterbildung von Lehrenden zur Nutzung und Bereitstellen von Inhalten
  • Zusammenarbeit auf internationaler Ebene
  • Hat zawr nichts mir OER zu tun, würde aber vieles vereinfachen: Abschaffung der föderalen Strktur im deutschen Bildungswesen.

Ein weiterer Termin:

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