opco11 – 19: (Social) Media Kompetenzen

Dörte Giebel hat einen sehr schönen Beitrag verfasst, in welchem angesprochen wird, wieviel Webnutzung Teilnehmern eines Online-Kurses zugemutet werden kann „Der gläserne Teilnehmer …„.  Kann ich von Teilnehmern verlangen sich ein Facebook-Konto zuzulegen?

Wie immer: Es kommt darauf an.

Extrem 1: Trainer- oder Lehrerfortbildung zum Thema „Online-Kommunikation“ oder „Social Media“.
Hier würde ich es als Pflichtfach einbringen, denn „es muss erlebt werden“.

Anderes Extrem: Online-Kurs zu z. B.  „Virtuelle Teamarbeit“.
Hierfür ist es absolut nicht notwendig einen Facebook-Account zu haben. Hier werden Microblogging, Social Bookmarking und andere PKM-Tools notwendig (in der Regel die unternehmensinternen).

Dazwischen gibt es viele Variationen. Markus Jung hat den Fall einer „Weiterbildung in Social Media“ angesprochen, bei welcher Teilnehmer einfach nur wissen wollen, was das ist, ohne sich gleich selbst komplett einzubringen. Da bin ich skeptisch, Social Media-Simulation? Hmm.

Ich würde es nicht machen (das mit der Simulation), aber im Kurs – ähnlich wie Dörte Giebel – stufenweise die Entwicklung der Teilnehmer vorantreiben. Zuerst mal im geschützten Bereich üben und dann raus in die freie Wildbahn. Ob Teilnehmer ihre Beiträge in der geschützten Umgebung oder in ihrem eigenen öffentlichen Blog schreiben, würde ich freistellen. Jeder kann dies selbst entscheiden.

Ich sehe den Einsatz der Social Network Services auch nicht beschränkt auf die Themen rund um Social Media und Web, sondern würde die Werkzeuge in allen Themenbereichen nutzen: gemeinsame Linksammlungen bei Diigo, geschütztes Wiki zur Gruppenarbeit, geschützter Blog zur Reflektion (gerne auch öffentlich), Faciliator-Blog in der geschützten Umgebung, damit auch alle frei kommentieren können usw..  Damit wird nicht nur das Thema im Kurs „abgearbeitet“, sondern die Teilnehmer erhalten „nebenbei“ eine Weiterbildung zur Webnutzung.

Paul_some1_400

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