#opco11: 13 – Nutzungs- und Lernszenarien (1)

Zunächst ein paar Worte zu einem Tweet, den ich so nicht unbeantwortet lassen konnte: „Social-Learning: oder die Rettung des E-Learning durch Social Media #opco11 „.

Meiner Meinung nach hat eLearning keine „Rettung“ durch Social Media nötig, denn – wenn es richtig gemacht ist – ist elearning eigentlich immer schon „social“.

Natürlich wurde ich um Beispiele gebeten :-)

  • Online-Kurs zu Web 2.0 „Blogs, Wikis & Co.“  aus dem Jahre 2005 (!!). Dieser Kurs umfasste kollaboratives Arbeiten in geschützter Plattform sowie führen eines öffentlichen oder privaten Blog als Lerntagebuch. Dieser Kurs wurde später über die Plattform Elgg durchgeführt http://www.elgg.org/
Bloggen2_2005

Sicher kann man sagen, dass hier das kollaborative Lernen im Vordergrund stand, was natürlich stimmt, denn „Social Media“ waren 2005 noch nicht in diesem Maße verbreitet. Das führt zu der Frage: wofür steht „social“ im Lernen eigentlich?

  • für die Nutzung von Social Media zum Vernetzen und informellen Lernen mit Veröffentlichen seiner eigenen Erkenntnisse im Web?
  • für den Einsatz von Social Network Services zum Lernen in einer geschützten Umgebung (non-formal und formal) mit Veröffentlichen seiner eigenen Erkenntnisse in einer Gruppe?
  • oder einfach nur für das miteinander Lernen und Teilen der Erkenntnisse?

Das Kommunizieren und Austauschen von Ideen  und Erkenntnissen mit einzelnen oder einer Gruppe ist (für mich jedenfalls) integraler Bestandteil jeder Weiterbildung. Genau dieses wird bei vielen Online-Kursen und Seminaren seit langem praktiziert. Durch die Social Network Servies wird der Austausch  einfacher und die Kontaktaufnahme mit Personen ausserhalb von Lerngruppen erleichtert bzw. erst ermöglicht. Social Media bzw. Social Network Services ermöglichen eine freie und offene Kommunikation über Unternehmens- und Lernplattformgrenzen hinaus. Um dies sinnvoll in Lernszenarien nutzbar zu machen müssen bei den Lernern und vor allem auch bei den trainern und Lehenden die notwendigen Kompetenzen vorhanden sein (das kommt aber spätern noch bei #opco11).

4 Gedanken zu “#opco11: 13 – Nutzungs- und Lernszenarien (1)

  1. kein Problem – solange Sie sich nur beim digitalen Fensterln vertun …

  2. ach ja, das kommt vom Fensterln… also sorry…ich geh da sogar noch einen Schritt weiter: da Lernen ausschließlich im und mittels des Gehirns läuft, behaupte ich, dass alle diese technik-/technologiebasierenden Dinge nicht mehr und nicht weniger lernunterstützend sind. Ich kommuniziere auch nicht mit dem PC oder womit auch immer, sondern ÜBER diese MIT anderen Menschen. Bislang entstehen die Inhalte (noch) nicht durch Computer.Auch die Trennung in digitale und nichtdigitale (reale) Welt ist mir suspekt: gamebasedlearning in der digitalen und Lernspiele und spielend lernende Kinder in der ‚realen‘ Welt…

  3. Hallo, ich antworte mal, auch wenn ich nicht Frau Brunnenbauer bin :-)Genau so, wie ich die Generationen-Klassifikation nicht mag, denke ich auch, dass die meisten Begriffe um’s elearning marketing-orientiert erfunden wurden: rapid elearning, blended learning, m-lerning … dazu gehört auch microlearning und jetzt noch social learning. Obwohl in jedem Begriff ein Fünkchen Wahrheit enthalten ist!

  4. Hallo Frau Brunnenbauer,ich kann das von Ihnen gesagte nur unterstreichen. Nicht nur eLearning, Lernen überhaupt ist ein sozialer Prozess. Insofern ist der Begriff ’social learning‘ für ‚ lernen durch Nutzund von social media‘ eher unpassend. Aber es gibt ja auch den Begriff des ‚Microlearning‘. Obwohl jeder, der sich ernsthaft mit eLearning und dem Problem der Aktualisierung eines mehr oder weniger sinnvollen ‚content‘ oder der Entwicklung flexibler Konzepte beschäftigt, um kleinste Modulgrößen (‚knowledge pills‘ usw.) gar nicht herumkommt. Marketingen Sie was?Viele Grüße aus Berlin