0 Gedanken zu “Images tagged "portlockroy"

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  2. Danke!
    Das „wie ich sein möchte kann man sehr schön mit anonymen Accounts testen :-)
    Auf dem Originalfoto hatte ich übrigens keine Maske auf.

  3. .. sehr schön Deine Erweiterung der Fragestellung um den -auch in meinen Augen – entscheidenden Aspekt „wie ich sein möchte“. Das ist ja gerade das tolle an den Netz-Diskussionen, -Zusammenarbeiten, an den Crowd-Schöpfungsprozessen:
    Ich kann mein Ich entwerfen, faken, tunen, aufpoppen, trashen, motieren, morphen … je nachdem mit wem ich zu welchem Zweck oder zu welcher Freude kommunizieren will.

    … ich bevorzuge übrigens das 2. Bild mit der Maske :-)
    Heiko

  4. Hallo,

    @ Lore Reß:
    Genau die Frage nach der informationellen Selbstbestimmung spricht mir aus der Seele. Wir bezahlen die Nutzung der „kostenlosen“ Web2.0-Tools mit unseren Daten, die doch ziemlich kostbar für uns sein sollten! Im realen Leben zieren wir uns Unbekannten gegenüber freizügig Namen, Adresse, Vorlieben usw. preiszugeben. Digital geben wir dank entsprechender Nutzungsbedingungen von WEb2.0Tools alles preis. Dafür müssen wir nichts tun – das erledigen die Anbieter von Web2.0 für uns und viele Nutzer merken es gar nicht, wie sie sich digital ausziehen lassen. Die Enstscheidung ist für viele schon lange gefallen: Bequemlichkeit steht vor dem Schutz der eigenen Daten. Ärgerlich ist dabei nur, dass beispielsweise in Adressbüchern, die ausgelesen werden, auch Daten von Personen preisgegeben werden, die hierzu gar keine Nutzungbestimmung angenommen haben, weil sie das Tool selbst gar nicht nutzen.

    Für mich stellt zusätzlich die Frage, ob Lehrende wirklich „dort“ sein müssen, wo Lernende ihre (Frei-) Zeit verbringen – z. B. in Facebook. Gibt es nicht auch andere Möglichkeiten, Lernende zu erreichen? Auch darüber könnte mehr diskutiert werden.

    @Thomas Seidel:
    In Baden-Württemberg kostet für einen berufliche Schule eine Moodleinstanz bei Belwue (= Wissenschaftnetz in Ba-Wü) 180,00 € pro Jahr mit uneingeschränkter Userzahl. Der Server steht meines Wissens in Stuttgart und dort wird hoffentlich das deutsche bzw. europäische Datenschutzrecht Anwendung finden.
    Jede Schule muss in ihrem Verfahrensverzeichnis dokumentieren, welche personenbez. Daten in Moodle verwendet werden. Wenn wir wollen, sind sicherere Lösungen doch da!

    In Ba-Wü gibt es eine Handreichung zum Einsatz von Social Media in Schulen:
    http://lehrerfortbildung-bw.de/sueb/recht/ds_neu/soziale_netze/der_einsatz_von_sozialen_netzwerken_an_schulen_final.pdf
    Aus anderen Bundesländern kenne ich keine vergleichbare Veröffentlichung. Dies verstehe ich nicht, da sich die Landesdatenschutzgesetze doch ziemlich ähneln und auch die Schüler in anderen Bundesländern ein Recht auf Informationelle Selbstbestimmung haben, das sich schließlich aus unserem Grundgesetz ableitet.

    Zu Dropbox:
    Ist es denn so sicher, dass Dropbox nicht selbst die Inhalte scannt – oder vielleicht auch andere die Inhalte scannen?!

    Sonja Gerber aus der Nähe von Heidelberg

  5. Pingback: “eLearning und informationellen Selbstbestimmung” – ein interesanter Diskussionbeitrag von Lore Reß |

  6. Hallo,
    danke, dass du diese Gedanken mal formuliert hast. Ich mache mir da als Lehrer ebenso Sorgen. Zunächst war ich sehr für ein LMS (geschlossene Gruppen), dann im Zuge der Zeit für eine Öffnung nach außen („nicht alles verstecken im LMS“). Allerdings ist man mit Google ja nicht „offen“ nach außen, sondern wieder in einem System. Als Lehrer finde ich es bedenklich, Schüler an solche geschlossenen Systeme, die eindeutig kommerziell ausgerichtet sind, heranzuführen.
    Dropbox als „Einbahnstraße“ (Dokumente zum Download anbieten), geht da noch. Keiner muss sich anmelden, keiner hinterlässt Daten bei Dropbox (außer vielleicht die ip der Schul-PC mit den entsprechenden Aktivitäten).
    Deinen Gedanken, „wieder zurück zum LMS“? finde ich daher sehr interessant. Es müsste dann aber ein „Edu“-LMS sein, oder eine offizielle amtliche Cloudlösung. Auch ein LMS-Anbieter, der die Daten nicht auswertet wäre interessant (ist aber meist zu teuer für Schulen). Daher wird ja viel von uns Lehrkräften herumgebastelt. Und aus Geldnot werden „kostenlose“ Lösungen vorgezogen. Und für die informationelle Selbstbestimmung der Schülerinnen und Schüler tragen wir als Lehrkräfte ja auch mit eine Verantwortung, wenn wir da etwas im schulischen Kontext anbieten.
    Thomas aus Berlin

  7. Liebe Lore,

    Politik 2.0 als Begriff für eine Utopie geht nicht mit den aktuellen Menschen, vor Allem nicht im Großen. Parteien sind Strukturen, um große Menschenmengen in der Politik zu kanalisieren. Schlecht arbeiten keineswegs nur die “etablierten”. Gerade die, die sich 2.0 auf die Fahnen scheiben, können besonders gut durch Absprachen und Machtkartelle von Innen gelenkt werden. Dabei wird natürlich nicht die größtmögliche Übereinkunft aller Mitglieder angestrebt. Sondern Seilschaften oder Kader versuchen, den Rest zu manipulieren.

    Die Einbeziehung des Internet, Online-Abstimmungen und Online-Diskussionen sind Möglichkeiten, damit viele Menschen an vielen Orten an der Willensbildung teilnehmen können. Die Manipulation durch Nichtweitergabe von Informationen und so genanntes Herrschaftswissen wird zumindest schwieriger.

    Parteien sind Strukturen, genau wie Staaten Strukturen sind, um das Zusammenleben von Menschen zu regeln.
    Das heißt für mich, dass sie grundsätzlich etwas Gutes sind.

    Der ideale Mensch, der in der idealen Anarchie leben kann, ist eine Utopie. Utopien sind brandgefährlich. Utopisten bringen andere Menschen ganz uneigennützig für deren Seelenheil um.

    Parteien haben ein Grundsatzprogramm und ein Vollprogramm und müssen sich in Wahlen immer wieder daran messen lassen, wie ernst sie beide selbst nehmen. Wenn sie in Koalitionen ganz anderes machen, als die Wähler von ihnen erwarten, müssen sie diese Entscheidungen zumindest gut begründen.

    Es gibt einen offiziellen Fraktionszwang. Er darf offen in Geschäftsordnungen gelebt werden.

    Anträge von anderen ablehnen oder ein bisschen umformulieren und als eigenen Antrag einbringen statt einfach einem guten Antrag anderer zuzustimmen, halte auch ich für Schwachsinn.

    Wir brauchen meines Erachtens nicht eine Diskussion über eine andere Struktur. Die haben die Piraten ständig geführt und schau, wie wenig dabei heraus kommt! Das Problem bei den Piraten war darüber hinaus ihr ständig schlechtes Benehmen. Zudem war intransparentes Handeln einiger weniger hinter den Kulissen und Mobben bei ihnen die traurige Regel.

    Ein ThinkTank ist immer sinnvoll. Viele Menschen schauen über das aktuelle System hinaus. Sie lehnen das Gockelgehabe vieler in vielen Parteien ab. Sie wollen Lösungen finden und dabei durchaus natürlich und verständlich ihre eigene Meinung durchsetzen. Wichtig scheint mir dabei, dass diese Vorgänge möglichst transparent verlaufen. Dann könnte das Gemeinwohl gewinnen.

    Ich versuche es jetzt im Kleinen – in Weitersburg – im Gemeinderat. Ich versuche es jetzt in einer Partei, in der gutes bis ausgezeichnetes Benehmen herrscht. Gewisse Absprachen und unterschiedliche Vorlieben werden als menschlich hingenommen. Mein Leben ist endlich. Aber wir können schreiben und lesen und unsere Erfahrungen und Erkenntnisse teilen.

    Ich würde es als Modellprojekt sehen. Wie lange es dauert, weiß ich nicht. Aber lohnend finde ich es schon jetzt.

    Herzliche Grüße und ebensolchen Dank für viele wertvolle Denkanstöße von Paul Peter Baum

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  9. Das ist wohl wahr. Klingt auch überhaupt nicht komisch.

    Was mich dennoch ärgert und zuweilen eben auch gewaltig verunsichert ist, dass diese Einstellung nach wie vor Mainstream ist. Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, das sei mir egal. Nicht immer bin ich innerlich so sicher, dass ich mir das einfach so verbitten kann, manchmal beschleicht mich auch das diffuse Gefühl, „falsch“ zu sein. Das ist natürlich auch eine Frage, wie sehr man es schafft, sich mit seinem eigenen Leben in Frieden zu setzen. Andererseits ist es aber auch eine Frage, wie sehr eine Gesellschaft das von ihrer Norm abweichende zulässt und nicht nur toleriert, sondern wertschätzt.

  10. „Ich mache allerdings immer wieder die Erfahrung, dass insbesondere Frauen sich eine Menge anhören müssen“

    das musst du dir nicht anhören, du kannst dir einfach verbitten.

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  12. Das mit dem Aussterben halte ich angesichts der derzeitigen Weltbevölkerung von 7,1 Milliarden für eine eher unbegründete Angst.

    Ich möchte mich da auch nicht missverstanden wissen. Ich mag Kinder und bin beispielsweise gern Tante, aber ich identifiziere mich nicht als Mutter und hatte niemals einen Kinderwunsch. Ich mache allerdings immer wieder die Erfahrung, dass insbesondere Frauen sich eine Menge anhören müssen, wenn sie keine Kinder wollen oder auch keine Kinder bekommen können. Immer noch wird in unserer Gesellschaft weitgehend propagiert, Muttersein sei das Nonplusultra, vervollständige eine Frau erst richtig, sei die ureigenste Aufgabe der Frau usw. Das stimmt so inzwischen einfach nicht. Ich kann mir denken, dass Mutterschaft eine intensive, einschneidende und oft sicher auch freudvolle Erfahrung ist, aber zwangsläufig sinnstiftend ist sie nicht, und sie ist auch nicht determinierend für das Frausein – das ist das Entscheidende.

    Das Problem ist, dass sowohl Traditionalisten als auch Differenzfeministen schwerlich vom reinen Sein des Einzelnen ausgehen können, sondern zur genaueren Bestimmung der Geschlechter immer einen Maßstab, gewissermaßen ein „Soll“ vorgeben, wie Mann und Frau zu sein haben oder eben angeblich sind. Das wird aber den Menschen, die wir alle sind, nicht gerecht. Geschweige denn, dass es all die Menschen in ihrem Sein berücksichtigt, die weder Mann noch Frau sind, beides, etwas anderes. Zumindest habe ich das bislang aus Äußerungen von Vertretern dieser scheinbar gegensätzlichen Positionen so wahrgenommen.

  13. Nein, das sollte wirklich nicht als Abwertung betrachtet werden. Wenn eine person sich nicht vervielfälltigen will ist das absolut OK. Dennoch, ohne Kinder stirbt die Menschheit aus – vielleicht auch eine Option für die Erde.

  14. Ich kann mit dem Differenzfeminismus zugegebenermaßen nicht viel anfangen, und zwar vor allem deshalb, weil eben doch wieder gesagt wird, „die“ Frauen seien eben so uns so, was sie von „den“ Männern unterscheide, die dagegen so und so seien. Es gibt eine Differenz zwischen mir und Männern, aber es gibt eben auch eine Differenz zwischen mir und Frauen. Und ich fühle mich by the way in meinem Fühlen und Denken manchem Mann näher als mancher Frau. Nicht allen, nicht jedem. Niemand fühlt, denkt, lebt, handelt wie der andere, und dennoch haben wir alle auch Gemeinsames, Verbindendes. Nur, dies am Geschlecht festzumachen, stürzt uns in das Problem einer Schubladisierung, die willkürlich ist.

    Das merke ich insbesondere als reproduktionsverweigernde Frau. Da wird einem schon mal entgegengeschleudert, man sei keine „richtige“ Frau (und zwar von einer Frau!), weil man ein offenbar für wesentlich gehaltenes Merkmal zur Unterscheidung von Mann und Frau für das eigene Leben als irrelevant betrachtet. Muttersein ist eine Erfahrung, die ich machen kann, aber nicht machen muss, dennoch bin und bleibe ich eine Frau, ohne deshalb die Unterschiede zwischen mir und den Männern der Welt, die in dieser (ungenutzten) Potenz deutlich werden, betonen zu müssen. Ich bliebe auch noch dann eine Frau, wenn man mir die Brüste amputierte, die Haare abschnitte oder was auch immer. Das ist mein Sein, das ist, ohne dass ich als Frau eine spezifisch weibliche Funktion erfüllen muss.

    Daher auch mein Einspruch im Bezug auf die Ideen für ein besseres Leben:
    Ki.nder sind Gesellschaftlich das wichtigste und müssen von Allen gefördert und unterstützt werden.

    Warum sind Kinder das Wichtigste? Darin enthalten ist bereits wieder eine Abwertung derjenigen, die sich nicht um Kinder kümmern, keine großziehen und nur unregelmäßig als Tante oder Onkel gefragt sind oder als mütterliche oder väterliche Freunde. Ich verstehe die zugrundeliegende Idee, die dazu führt, dass man Reproduktion und das Großziehen von Kindern sehr hoch bewertet, aber zur Maßgabe für alle darf man sie nicht machen.

  15. Ist, wie darüber steht eine erste Annäherung.
    Postgender versthee ich nicht als Abschaffung der Geschlechter, sondern die Akzeptanz, dass es Unterschiede gibt, im Verhalten, in der Hautfarbe, im biologischen Geschlecht etc. Für mich ist es wichtig, dass wir nicht ständig über „Männer tun dies – Frauen tun das“ reden, sondern uns von der Fokussierung auf die Geschlechterstereotypen lösen und einfach den Meschen betrachten.
    Meine Ideen sind noch nicht ganz ausgereift, daher freue ich mich über Diskussion.

  16. Hi,
    Ich finde diese Tabelle etwas verwirrend. Dass es körperliche Unterschiede zwischen Menschen gibt, ist ja keine Erfindung der Post-Gender-Vertreter. Das wissen Feminist_innen auch.

    „Jedes Mensch darf seine Individualität ausleben, solange keine Anderen gefährdet, bedrängt oder unterdrückt werden.“ dürfte auch kaum irgendwo auf Widerstand stoßen. Die Frage ist da nur, wo wir die Grenze setzen. Wenn Menschen wirklich nur soweit ihre Individualität ausleben dürften, wie sie andere nicht gefährden, müsste Autofahren streng verboten sein.

    Warum wie Sozialisation nicht maßgeblich beeinflussen können sollten, leuchtet mir auch nicht ganz ein.

    Was ist der Punkt dieser Tabelle? Ich halte Postgender im besten Fall für eine Illusion. Zu leugnen, dass Geschlechter in der Gesellschaft eine Rolle spielen, ist wenig produktiv.

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  18. Ja, LA kann für alle Beteiligten sinnvoll sein:
    – Lerner können Defizite früher erkennen (wenn sie es denn wollen)
    – Kursleiter können festellen ob Inhalt und Struktur passen
    … etc.

    Nachteil können falsche Schlüsse sein, zu geringer Datenschutz … – ich lass mich mal vom weiteren Inhalt des Kurses überraschen.

  19. blablabla… Datenschutz…blablabla (nee, nur Spaß)

    Ich finde, Learning Analytics ist ein sehr spannendes Thema, zumal ich hier an einem BI-orientierten Lehrstuhl bin, an dem mir dann alle paar Tage jemand sagt, dass das ja garnichts neues ist usw. …naja, bis auf das bisschen Anwendung auf Lernprozesse…

    Aber gerade für MOOCs finde ich LA spannend, da hier die Kontrollelemente tatsächlich fehlen: Wo schreibt denn jemand was, zu welchem Thema wird besonders viel oder wenig postet etc. Aktuelle Übersichten hierzu sind ja lediglich (liebevoll) zusammengefrickelte Lösungen. Daher hoffe ich, dass sich jemand bei uns auf diese Thema für eine Abschlussarbeit bewirbt. Könnte spannend werden: http://www.tu-chemnitz.de/wirtschaft/wi1/2013/01/30/konzeption-und-umsetzung-von-learning-analytics-instrumenten-fur-den-sachsischen-open-online-course-sooc/

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  22. Wäre doch schade, wenn wir potentielle Neueinsteiger durch zu große Hürden abschrecken würden.

  23. Vielleicht wäre auch so eine Art Propädeutikum denkbar. Dafür wären die „Unerfahrenen“ dankbar und die „Erfahrenen“ wissen, dass sie beruhigt später einsteigen können.

  24. Ich stimme zu, dass auch von den Teilnehmern eine gewisse Kompetenz erwartet wird. Ich würde daher in einer ersten Phase eines MOOC Hinweise, Tipps und Anleitungen zur Verfügung stellen. Hier ist ein Spagat zwischen „ich will die erfahrenen Lerner nicht langweilen“ und „die unerfahrenen nicht verprellen“ zu finden.

  25. Danke für den Beitrag! Leider bekomme ich bei dem Sarah-Beispiel schon nach einer Minute ein schlechtes Gewissen.
    Das Schaubild unter Punkt 2 finde ich sehr gut visualisierend, was der vermeintliche „Dozent“ eines MOOCs leisten sollte. Aber mehr noch frage ich mich: Ist das nicht die gleiche Kompetenz, die man auch vom Teilnehmer erwarten „muss“? Das Schaubild gilt 1:1 auch für den MOOC-Teilnehmer. So mein Standpunkt. Schließlich muss dieser filtern können, was für ihn wichtig ist, was redundant, wo er sich einbringt und wo nicht. Auch er ist ein Wissens-Kurator. Oder?
    Wir hatten die „Muss der Dozent den Teilnehmern die Tools erklären“, Stichwort Medienkompetenz, ja schon in der ersten Woche diskutiert.
    Meiner Meinung nach sollte ein Teilnehmer diese Grundkompetenz schon mitbringen.
    Spannend wäre jetzt aber eine Antwort auf die Frage, was diese besonderen Voraussetzungen für einen Einfluss auf die Didaktik haben….in meinem Kopf sind da noch viele Fragezeichen. Was ist denn genau die „Lehrkunst“, die der (Lehr-)Kurator dem (Lern-)Kurator entgegenbringen sollte??

  26. Was bedeutet das denn „sich nicht anpassen“? Oder was bedeutet es, unangepasst zu sein?
    Lass mich mal Vermutungen zum Leben des Herrn Lauer, der oben zitiert wird anstellen: Er fährt ein Auto von einer Marke wie sie Tausende fahren, er kauft ein in Geschäften die Namen haben wie Aldi, Edeka, Rewe oder Bio- sonstwie, er isst am liebsten beim Stammitaliener und trinkt gerne Rotwein, er hat die gleichen Jeans und die gleichen T-Shirts an wie Millionen andere in unserer Republik. Er hört die gleiche Rockmusik wie tausend andere und so weiter….
    Worin besteht das Unangepasste? Vielleicht darin dass man sich über die üblen, etablierten Politiker und das noch üblere politische System mokiert? Oder dass man heftigst gegen die halsabschneiderischen Wirtschaftsbonzen motzt? Oder das man gegen die Käfighaltung von Legehühnern ist? Oder…… oder……..
    Die Überzeugung unangepasst zu sein besteht meines Erachtens zu 90 % aus Naivität und zu 10% aus Selbstbetrug.

  27. Wenn ich vor einer Gruppe von Menschen stehe, dan spreche ich selbstverständlich die Damen und Herren an. Aber in vielen Situationen ist es einfach nur lästig. Wobei ich auch versuche elegant ides Klippe zu umschiffen. So z. B bei der Zielgruppenbenennung von Seminarausschreibungen „Für Damen und Herren des Personalwesens“. Aber mich stört dieses verbissene Einfordern.

  28. Keine Sorge, das ist mir schon klar.
    Ich sehe durchaus die Idee hinter dieser Aktion, aber sie ist meiner Meinung nach der falsche Ansatz. Das „innen“ stört die Sprache und durch das vehement Einfordern dieser vordergründigen Berücksichtigung der Frauen wird nur Anti-Stimmung erzeugt. Ich würde sofort mitarbeiten, wenn es darum ginge, sämtliche Berufsbezeichungen zu neutralisieren :-) – also Sie ist Arzt, er ist Arzt. Überlegenswert ist, ob es lauten soll:
    Die Arzt, Der Arzt oder Das Arzt. Ich ziehe das erste vor. Ich bin nämlich auch Ingenieur und keine Ingenieurin.
    Alles ausser dem /inne oder Innen oder * unterstütze ich voll und ganz.

  29. Darum geht es leider bei der #inWoche nicht.
    Ob es der/die/das heisst, ist bei Dingen zwar wahllos, aber gleichgültig und hat mit Geschlechtergerechtigkeit nichts zu tun.
    Dass unter dem generischen Maskulinum von 10 „Busfahrern“ 8 Busfahrerinnen sein können dagegen schon.
    Vielen Dank für die Aufmerksamkeit.
    Weitere Informationen:
    http://www.youtube.com/watch?v=vOMlvVgPKaM
    http://de.wikipedia.org/wiki/Genus vs. http://de.wikipedia.org/wiki/Sexus_%28Sprache%29

  30. Stimme Dir zu liebe Lore, voll und ganz. Alles andere, wie z.B. die ständigen Diskussionen sind ermüdend und lenken (mich) ab. Blöd kommt es mir auch vor, wenn ich mich im Gespräch mit Frauen wieder einmal dafür entschuldigen muss, dass ich das „in“ bei einer Berufsbezeichnung nicht mitgesprochen habe, womit dann der eigentliche Inhalt des Gesprächs zur Nebensache wird …
    Meine Tochter beispielsweise ist Tischler. So manches Mal wurde sie darauf hingewiesen, dass sie ja Tischler“in“ sei. Dagegen wehrt sie sich. Sie sagt, der Beruf heißt Tischler und sie hat diesen Beruf gewählt, weil sie ihn toll findet und nicht weil sie Männern zeigen wollte, dass sie das auch kann. Warum sollte sie mit Macht vor sich hertragen, dass sie eine Frau ist, sagt sie. Nicht darauf komme es an, sondern auf das was sie leisten kann.
    Da kann ich nur zustimmen und sagen: Tochter ist gelungen! Denn bevor ich zu Ende überlegt habe, ob ich nun Redakteur oder Redakteurin war, kommt mir der (absonderliche?) Gedanke, dass wir uns mit diesem „Anhängsel“ vielleicht selbst ein bisschen diskriminieren, uns in die besondere Ecke manövrieren? Ach, da höre ich jetzt lieber auf zu grübeln und zu diskutieren und mache das, was weiter bringt: einfach zielorientiert arbeiten. (Der Kunde freut sich als erstes darüber, dass ich freundlich bin und kompetent erscheine; dann ist er zufrieden, wenn er gute Leistung erhält; und erst danach macht er sich Gedanken darüber, dass ich eine Frau bin (wenn überhaupt).
    Ich weiß, mein Beispiel spielt jetzt nicht gerade in der Liga der Topmanager. Denke aber trotzdem, dass es für Haltungsfragen taugt.

  31. Hallo liebe Lore,
    als schreibende, westsozialisierte, feministische Frau bin ich grundsätzlich dafür, zu „gendern“, wie das neudeutsch so schön heißt.
    Allerdings: War ja bald nach Mauerfall in Berlin und hab in den 90ern viel mit Kolleginnen aus dem Osten diskutiert, die das „Innen“ keineswegs als Errungenschaft begriffen, sondern sehr selbstbewusst Fotograf und Betriebsleiter waren, so wie Du das auch befürwortest.
    Nur waren deren Rahmenbedingungen andere gewesen — und damit wären wir mitten in der politischen Debatte, die auch Fragen beinhaltet wie, ob die Organisation von Kinderbetreuung Privatsache ist und Frauen immer noch die Hauptverantwortung für Erziehung, Familie, Pflege etc tragen und was all der wertlosen, da unbezahlten und minder geachteten reproduktiven Tätigkeiten mehr sind… Vielleicht lösen die in Japan erprobten Pflegeroboter in Zukunft das Problem? Aber wollen wir das? Ein weites Feld…

    Im Grunde geht es um die Frage, was mit der Formulierung zu Ausdruck gebracht werden soll!
    Chancengleichheit und eine ausgewogene gesellschaftliche Bewertung von Berufen und Funktionen sehe ich noch nicht verwirklicht, insofern befürworte ich einen bewussten Umgang mit männlichen und weiblichen Formen (und Manager ist längst ein deutsches Wort, also finde ich auch Managerin ok — und freue mich über jede Managerin, die dadurch sichtbar wird.
    Denn hierin hast Du sicher recht: Die Frauen müssen ihr Verhalten ändern.

    Dabei hilft die selbstverständliche Präsenz weiblicher Vorbilder. Und dabei hilft die Quote. Als ich Germanstik studierte (ist schon ein bissl her), waren an meinem Institut 65% der ca. 5000 Studierenden Frauen — und es gab eine einzige Professorin (kein Lehrstuhl). Ja, seither hat sich was geändert. Nein, nicht so viel, wie wir erhofft haben. Und es liegt nicht an der Kompetenz.

    Ich nutze und erwarte also Formen wie „Redakteure und Redakteurinnen“, wo’s denn passt. Am liebsten mit Charme und Stilgefühl statt stereotyp und dogmatisch. D.h. in längeren Texten einfach mal durchwechseln oder andere Formulierungen ausprobieren.
    Im Idealfall kommt ein Text raus, wo die Frauen selbstverständlich präsent sind, ohne Krampf und Mühe — so, wie wir’s im Leben auch gut finden.
    Oder einer, der konsequent die Realität abbildet, die es auch gibt: Altenpflegehelferinnen und Unternehmensentscheider – ohne political correctness-Kosmetik.

    Du schreibst: Frauen sollten ihre Energien nicht in Sexismus-Debatten verschwenden. Auch darin stimme ich Dir zu — aber wir wissen, dass Sprache (wieSymbole. Meinetwegen auch Rosa ) gesellschaftliche Realität abbildet und formt. Deshalb bin ich hier für Genauigkeit im Detail.

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  33. „natives“ oder „residents“, beide Charakteristika treffen auf viele Jugendliche nicht zu, die das Netz primär für Spiele nutzen.
    Der Hauptunterschied zwischen Jungen und „Alten“ ist nicht die Kompetenz und nicht die Nutzungshäufigkeit, sondern die Unbedenklichkeit der Nutzung.
    Aber auch hier ist natürlich, wie so oft, die charakterbedingte Varianz größer als die altersbedingte.
    So lange die Stundenzahlen, bei denen von intensiver Netznutzung gesprochen wird, bei den einzelnen Studien noch so stark differiert, würde ich auf quantitative Studien wenig geben. Aber vielleicht stoße ich ja bei diesem Funkkolleg auf die Studie, die mich überzeugt.

  34. … Alternativ könnten wir es auch beim Begriff Digital Native(s) belassen…. jedoch diesen anders definieren. Weil irgendwie etwas anziehendes hat er ja schon, sonst würde er nicht solche Auseinandersetzungen damit (ob in wissenschaftlicher Art und Manier oder anderer) auslösen.
    Herzlich
    m

  35. Die Residents nutzen das Web nicht nur häufiger, sondern auch die unterschiedlichen Kommunikationskanäle. Prensky geht bei seiner Unterscheidung zwischen „Natives“ und „Immigrants“ davon aus, dass die nach 1980 geborenen besonders intensiv die Social Media Tools nutzen. Das bedeutet mehr und intensiver als sich über Facebook zu verabreden. Dies wurde in einer Studie von Schulmeister widerlegt. Auch andere Untersuchungen zeigen, dass es nicht nur das Alter ist, das die intensiven Nutzer vor den Besuchern unterscheidet, sondern dass weitere Faktoren zu berücksichtigen aind. Hier gibt es eine Zusammenfassung und Links zu Schulmeisters Studie und anderen: http://www.digitalpublic.de/digital-natives-gibt-es-uberhaupt-eine-generation-internet

  36. Vielen Dank für Deinen Beitrag! Ich würde Deine Unterscheidung der Internetnutzer zwischen Residents und Visitors jedoch von der zwischen Natives und Immigrants unterscheiden. Während erste Differenzierung eher auf die Nutzungshäufigkeit des World Wide Web abzielt, zielt die Unterscheidung zwischen Natives und Immigrants mehr auf das Alter der Nutzer bzw. auf die häufige frühe Nutzung des WWW ab.

  37. Vielen Dank für die Zustimmung. Ich habe dieses Thema schon länger auf den Radar und werde es auch aktiv verfolgen und Möglichkeitne suchen etwas dagegen zu tun.

  38. Danke, Lore. Du sprichst mir aus der Seele. Ich habe dem wenig hinzuzufügen, nur den Hinweis auf den Hashtag #Notbuyingit in Twitter, wo man solche Dinge posten kann.

  39. Danke für diesen Artikel! Auch ich beobachte diesen Rosa-Kitty-Wahn mit großem Unbehagen. Ja, er lässt zwar bei vielen Mädchen irgendwann nach, aber meist nur, um vom Schönheitswahn ersetzt zu werden…

    Simone

  40. Liebe Lore,vielen Dank für Dein Engagement für den BlogSprint hier im Vorwege und im Nachgang – und wirklich schade, dass Du nicht dabei sein konntest. Mich hätte sehr interessiert, wie Du unser Experiment erlebt hättest – aber es wird ein zweites Mal geben! Vieles was Du hier schreibst, beschäftigt mich auch bei meiner Nachlese des gestrigen Abends und ich werde in einem gesonderten Blog-Artikel dann auch noch konkret Bezug nehmen auf das, was Du hier ausführst.Nur so viel fürs Erste: Es ist tatsächlich von besonderer Bedeutung, im Vorwege (zur Not auch spotan) die verschiedenen Rolen zu klären, die fürs Gelingen wirklich wichtig sind. So war schnell klar, dass ichals Gastgeberin keinen eigenen Beitrag produzieren kann, und dass es gut ist, neben denjenigen, die die Verantwortung für einen Text übernehmen (nicht ganz die alte Autorenrolle, aber so ähnlich), auch so genante Springer gibt, die sich wirklich nur aufs Beisteuern konzentrieren, ohne eben ein eigenes Piratepad zu eröffnen…. und Christian Spannagel hat natürlich auch Recht: One Vorbereitung geht es wirklich nicht. Was alles dazu gehört, erläutere ich in meiner Nachlese.Ich freue mich, wenn Du beim nächsten Mal dabei sein kannst!Viele GrüßeDörte

  41. Die oben dargestellten Fakten sind aus meiner Sicht so eindeutig, dass ich dem nichts weiter hinzufügen kann. … Oder doch, einen kleinen Punkt hätte ich da: Betrifft das Thema „How to do“ oder „Ein Tool ist nur so gut, wie der User der damit unzugehen weiß!“ –s.h. Die Bedeutung von Social und den Tools zur Kommunikation dazu, wird meiner Meinung erst dann wirklich klar, wenn ich weiß wie sie wirklich funktionieren. Menschen zum „Social“ trainieren ist nur schwer oder gar nicht möglich. Ist der soziale Umgang mit Menschen nicht auch eine Frage von „Lebenserfahrung“ und „Erziehung“?

  42. Aha, ich verstehe. Dann habe ich wohl nicht aufmerksam genug gelesen?Dann stellt sich mir die Frage, ob Sie davon ausgehen, dass sich Soziales Lernen nur auf Wissen bezieht? Oder sind Regeln (also Normen) und Fähigkeiten auch mit eingeschlossen?

  43. So war die Frage nicht gemeint (das wäre befremdlich gewesen). Die Frage richtete sich an die Schreiber der Artikel zu dem Arbeitsplatz der Zukunft, zu „Working Smarter“. Hier finden sich nur Ideen und Rezepte für Wissensarbeiter, aber keine für andere Gruppen als die der „Digital Residents“. Also nicht daraum, ob die Nutzung von Social Media sich nur auf Wissensarbeiter beschränken würde, sondern die Nutzung von Social Network Services im Arbeitsalltag.

  44. Hallo Frau Reß!Das ist eine befremdliche Frage: Was ist mit denen, die keine Wissensarbeiter sind? Meine Erfahrung ist: Was spricht denn dagegen, dass auch ein Gabelstaplerfahrer in seiner Freizeit bloggt? Und ein Krankenbruder? Ich habe schon so viele Blogs gefunden von Menschen, die dadurch ihre Krankheit bewältigen. Soziale Medien sind lange nicht mehr nur aus „Wissensarbeiter“ beschränkt… aus meiner Sicht!SchwabengrüßeShivani Allgaier

  45. ja, das interessiert mich auch. krankenbrüder würde ich mal informationsarbeiterInnen schlagen (auch wenn sie es quasi mit „augmented reality“ zu tun haben). gabelstaplerfahrerInnen wahrscheinlich nur, insoweit sie es mit der lager-logistik zu tun haben. (keine ahnung, wie das heutzutage ist, meine studentenjobs im lager sind lang her.) aber die tendenz ist ja generell, dass auch blue-collar-tätigkeiten in ein komplexes informations-regime eingebunden sind und dass man von den leuten erwartetet, den zusammenhang zu kennen, in dem sie arbeiten.was da tools/plattformen/geräte angeht: es wird ziemlich sicher auf stark visualisierte information auf geräten von smartphone-größe herauslaufen. und was da an digitaler „sociality“ möglich ist, wissen wir ja noch gar nicht. das geht ja gerade erst los.

  46. Danke, das wäre nett.Mir geht es aber auch darum, mal zu fragen, was mit den „Andern“ ist. In der Diskussion sprechen Wissensarbeiter / Information Worker / … miteinander über die Weiterentwicklung der eigenen „Kaste“. Was ist mit Gabelstaplerfahrerinnen und Krankenbrüder?

  47. flüchtig vorbeisurfend: man braucht hier glaube ich den komplexen begriff der „information worker“ (simpel gesagt: alle die einen signifikanten teil ihres arbeitstages auf einen screen starren. und jedes papier mit zahlen/buchstaben drauf ist in dem kontext auch ein „screen“)dazu habe ich definitionen und links gesammelt. wenn du das mal brauchst, grabe ich sie aus.

  48. Eine Zusammenfassung, wie ich sie gerne mag: kurz, knackig, mit Bullet Points. Danke Lore.

  49. Ich fände es toll, wenn es weitere MOOCS geben würde, gerne auch mit Themen, die nichts mit Lernen zu tun haben. Vielleicht im nächsten Jahr?

  50. Danke für die Zusammenfassung. Ich habe in das Konzert nicht geschafft. Zuerst konnte ich den Link nicht entdecken und danach gab es keine Plätze mehr :(

  51. Ah, hier war der Bezug zu Gilly Salmons Stufenmodell. Gut und wichtig, das in die Diskussion mit einzubringen, finde ich. Und das auch über das Nachdenken über Facebook hinaus.Ich glaube, wer Stufe 1 und 2 auslässt, kann Stufe 4 und 5 – wenn überhaupt – nur sporadisch und unter Optimalbedingnugen (die rechten Themen-Teilnehmer-kombination zur rechtenZeit) erreichen. V. a. Motivation und Socializing sind m E Voraussetzungen für ein vertrauensvolles, konstruktives MIteinander. Und Erfahrungen und Fragen Teilen, laut Nachdenken und Neues ausprobieren hat für mich sehr viel mit Vertrauen und konstruktivem Umgang zu tun. Und tatsächlich ist ja viel Austausch im Netz „nur“ Informationsaustausch. Was natürlich – je nach Fragestellung – auch seinen Wert haben kann.Für mich ist das auch „hier, in OpCo11“ so. Viel durchaus wertvoller Informationsaustausch, hier und da werden Gedanken *einen* Schritt weiter gedacht (v. a. in Kommentaren zu Posts und in Tweets) – sehr sehr selten wird eine reflektierende Diskussion draus. Ausnahmen vielleicht: Einige Etherpad-Konzerträume dieser Woche, vielleicht die gemeinsame Bearbeitung der OpCo-TN-Befragung und die Adobe Connect-Sessions (wobei die auch selten tiefer gehen als Frage – Antwort – ggf. Nachfrage mit Antwort).Das liegt sicher zum einen am Format, das schon technisch eher auf: Input + eine Kommentarebene ausgelegt ist – aber m E eben auch an ausgelassener Stufe 1 und v. a. 2.In diesem Sinne, allen Reflexionswilligen einen immer wieder guten Einstieg in diese „Konferenz“ und viel vertrauensbildendes Miteinander ;-)Jasmin

  52. Na ja, da ich das Konzert eingerichtet hatte, hätte ich ja wissen / ahnen können, dass da noch was kommt :-)

  53. Sehr übersichtliche und technisch gekonnte Zusammenfassung.Mir eine Beruhigung, dass du auch Schierigkeiten hattest, in die Live-Session zu kommen.Freilich: Wie hätte ein Bandleader üben können, wenn es vor der Sitzung noch keinen gab und während der Sitzung alle Hände voll im EtherPad zu tun waren?

  54. Liebe Lore,sehr gelungene Zusammenfassung. Besonders schön finde ich, dass Du die Meinungen aus dem Pad zu den Thesen in den Artikel kopiert hast.Ich sehe als Ergebnis Eurer tollen Vorarbeit auch die Möglichkeit, in Folge neue Kompetenzanforderungen zu formulieren.Andrea Brücken

  55. kein Problem – solange Sie sich nur beim digitalen Fensterln vertun …

  56. ach ja, das kommt vom Fensterln… also sorry…ich geh da sogar noch einen Schritt weiter: da Lernen ausschließlich im und mittels des Gehirns läuft, behaupte ich, dass alle diese technik-/technologiebasierenden Dinge nicht mehr und nicht weniger lernunterstützend sind. Ich kommuniziere auch nicht mit dem PC oder womit auch immer, sondern ÜBER diese MIT anderen Menschen. Bislang entstehen die Inhalte (noch) nicht durch Computer.Auch die Trennung in digitale und nichtdigitale (reale) Welt ist mir suspekt: gamebasedlearning in der digitalen und Lernspiele und spielend lernende Kinder in der ‚realen‘ Welt…

  57. Mit Twick.it habe ich auch mal experimentiert, aber dann schnell wieder aufgegeben, obwohl es eine hausausforderung ist, Definitionen in 140 Zeichen zu packen. Bei http://tricider.com kann ich mir Vorstellen, dies zum Ideen sammeln zu verwenden. Für Definitionen ist es nicht so gut.

  58. Ok, ich hab bei Social Network mal zwei Einträge gemacht und mir dabei eine Meinung zu dem Tool gebildet: Generell finde ich es zum Ideen und Argumente sammeln nicht verkehrt ABER für das Finden von Definitionen halte ich es (noch) für ungeeignet. Das Problem ist der putzig Platz und die fehlenden (einfachen) Formatierungen, die mir erlauben würden, eine Quelle etwas unaufdringlicher anzuhängen. Bei dem kleinen Textfenster sehe ich auch schnell nicht mehr, was ich am Anfang geschrieben habe.Ich selbst sammle für mich und meine Diss Definitionen in einem Wiki und halte das für besser geeignet. Auch hier ist es aber nötig, sich selbst an ein paar Regeln zu halten, um den Überblick nicht zu verlieren. Würde ich weitere Personen mit hinein nehmen, dann wäre das schwieriger (wohl auch ein Grund, weshalb Beat Döbeli sein Biblionetz für sich behält).Twick.it war ein ähnliches Projekt http://twick.it/index.php hab aber keine Erfahrungen zur Qualität der Definitionen.

  59. Kein Problem, geht ja nur darum, dass es gut genutzt wird/werden kann. Danke fürs schnelle Korrigieren und die Rückmeldung :)

  60. Nur für den Fall (ich kämpfe ja selbst immer mit Links): Der zweite Link zu Social Business funktioniert gerade nur deshalb nicht, weil das h von http nicht mit verlinkt ist. Er geht also grundsätzlich schon :) http://tricider.com/t/decide/?show=1KLf

  61. Hallo, ich antworte mal, auch wenn ich nicht Frau Brunnenbauer bin :-)Genau so, wie ich die Generationen-Klassifikation nicht mag, denke ich auch, dass die meisten Begriffe um’s elearning marketing-orientiert erfunden wurden: rapid elearning, blended learning, m-lerning … dazu gehört auch microlearning und jetzt noch social learning. Obwohl in jedem Begriff ein Fünkchen Wahrheit enthalten ist!

  62. Hallo Frau Brunnenbauer,ich kann das von Ihnen gesagte nur unterstreichen. Nicht nur eLearning, Lernen überhaupt ist ein sozialer Prozess. Insofern ist der Begriff ’social learning‘ für ‚ lernen durch Nutzund von social media‘ eher unpassend. Aber es gibt ja auch den Begriff des ‚Microlearning‘. Obwohl jeder, der sich ernsthaft mit eLearning und dem Problem der Aktualisierung eines mehr oder weniger sinnvollen ‚content‘ oder der Entwicklung flexibler Konzepte beschäftigt, um kleinste Modulgrößen (‚knowledge pills‘ usw.) gar nicht herumkommt. Marketingen Sie was?Viele Grüße aus Berlin

  63. Liebe Lore,zur Frage 4, wofür zahlen die Teilnehmenden, erlebe ich es in einem Blended Learning Setting mit 8wöchiger online Phase: sie zahlen fürs „getaktet werden“. Auch wenn das verwendete Material komplett frei im Netz verfügbar ist, sie zahlen fürs „Da durchgeführt werden“, „Getaktet werden“, Strukturierte Häppchen bekommen, Hausaufgaben bekommen, Vernetzt werden und Feedback zu bekommen. Also für den Guide, den Vernetzer, den Koch, den Streckenführer, um die MountEverest Analogie aufzugreifen. Was ist dann Ziellereichung genauer? Ich denke nicht allein das Zertifikat, sondern schon das Lernen entlang des Weges, der Wissenszuwachs, der Entstehende Lernen miteinander reflektierend. So erlebe ich das in meinen Seminaren der Erwachsenenbildung/Weiterbildung.Um darauf weiter zu reagieren: ja, ich glaube im OPCO treffen sich eher die Sherpas und Guides, nicht die normalen Wanderer. Ist auch so gedacht und ok für uns ;-) Viel Spass uns allen weiter beim Wandern ;-) Gruss Claudia Bremer

  64. Danke für die klaren Antworten! Vor allem die Überlegungen zu Frage 4 finde ich sehr bedenkenswert. Die Zielerreichung macht Wert und Qualität aus. Gleichzeitig ist uns Weiterbldner/innen ja auch klar, dass ohne eigenes Zutun der Teilnehmer/innen kein Ziel zu erreichen ist. Und weil die Lernenden derzeit sehr unterschiedliche Voraussetzungen gerade auch hinsichtlich der Mediennutzung mitbringen, braucht es aus meiner Sicht immer parallele Angebote – oder aber eine klare Aussage, wie in dem jeweils angebotenen Lehrgang (o.ä.) Wissen und Fertigkeiten vermittelt werden.Oder um im Bild zu bleiben: Nicht jeder will den Mount Everest besteigen, muss ja auch nicht sein, schöne Gipfelerlebnisse lassen sich auch anders erzeugen. Der Vollständigkeit halber: Hier habe ich die Fragen gestellt: http://netzfaktorei.de/2011/05/25/lms-2-0-oder-was-leisten-soziale-lernlattfo

  65. Liebe Iress,keinen Unterschied zwischen Lern- und Arbeitswelt machen, das sehe ich genauso, deshalb finde ich Deine Einteilung der Tools mehr als hilfreich. Ich werde sie übernehmen. Sie ermöglicht mir, mich bei jedem Tool, das ich benutze, zu fragen, wofür es gut ist. Darüber hinaus ist es ein Gerüst, das im Vorfeld bei der Eischätzung neuer Tools eingesetzt werden kann.Ganz hezrlichen DankEva

  66. OK, egal ob sozial oder nicht: Lasst uns HANDELN und weniger REDEN.

  67. Sehr schön, die Grafiken. Ja natürlich entspricht letztere mehr dem heutigen Stand der Diskussion. So zumindest beobachte ich es bei den einschlägigen Edu-Bloggern. Ganz spontan und erst mal aus dem Bauch raus: müssten die beiden Wolken „geschlossene Lerngruppe“ und „informelles Lernen“ sich nicht stark überlappen? Ich betreibe recht viel Lernen im LMS. Aber viele Tools, auch FB und Youtube spielen für die z. B. gleiche Aufgabe eine Rolle.Oder ein anderer Gedanke des kooperativen Lernens, direkt aus dem Klassenzimmer oder Seminarraum: Think, Pair & Share. Die gleiche Aufgabe wird z. B. behandelt in Einzelarbeit (1 min), Partnerarbeit (3 min) und Gruppenarbeit (6 min). Dort sind dann alle drei Kreise beteiligt, einmal abgesehen des Medieneinsatzes.

  68. Gute Frage: Ist „Social Learning“ zwangsläufig „informelles Lernen“? Wenn ich Social Learning = Lernen mit „Social Media“ setze, dann kann das im formellen Lernen sowie non-formellen Lernen eingesetzt werden. Wir sollten uns von dem Buzzword „Social“ verabschieden, wenn nicht wirklich der Gedanke der Gemeinnützigkeit dahinter steht!Wenn „Social Media“ als Marketingstrategie eingesetzt wird, hat das mit sozial nix mehr zu tun!

  69. Und ist „Social Learning“ zwangsläufig „informelles Lernen“? Mein „aufgemachtes Fass“ sucht u. a. nach Antworten dazu, wie sich „Social Media“ für formelles Lernen nutzbar machen lassen. Und ob das dem Prinzip nach immer zu moderierten Onlinekursen mit Teamarbeit führt – oder ob ich einfach betriebsblind – nichts anderes denken kann. Aber Sie / du / ihr vielleicht?Und danke für die Links zu Jane Hart und Harold Jarche! Daraus lässt sich – aus der Kursperspektive gedacht – gut was mitnehmen für den Einsatz von Social Media in moderierten Kursen… damit das formale Lernen ein bisschen mehr dessen bedient, was wir im Leben dann wirklich brauchen…

  70. Ja, vielleicht ist Lernen immer informelles Lernen – auch in einem Kurs. Wir schaffen damit ja nur eine scheinbar wirksame Prozessanleitung zum Lernen. Was nun tatsächlich beim Lerner das Lernen befördert hat, ist nie klar. Waren es möglicherweise die Gespräche mit den anderen Teilnehmern, waren es die Gespräche mit dem Referenten oder mit den Kollegen am nächsten Tag? Wir sollten wirklich mehr darüber nachdenken, wie wir aush Kurse auch als Rahmenbedingungen für informelles Lernen ausbauen können. Danke für die Anregung!

  71. Ja Andrea, das wäre eine Möglihkeit. Ich glaube am besten kriegt man sie immer noch über einen definierbaren Business Case! Zeige Ihnen, dass Sie einen Vorteil davon haben. Das betrifft nicht nur die Unternehmensführung, sondern auch die Mitarbeiter. Auch wenn viele auf Facebook vertreten sind, können sie sich nicht vorstellen, dass sie auch beruflich von Social Media profitieren können.

  72. Sehr schön! – Die Einschätzung dürfte stimmen, dass Unternehmen sich weiterhin schwer tun werden. Vielleicht fängt man bei kleineren Firmen, die mit Umweltbewusstsein und sozialer Verantwortung werbern, an?Andrea

  73. Klingt eigentlich nach einem großartigen Betätigungsfeld „Personalentwicklung 2.0“. Ich fürchte aber auch, dass die meisten Unternehmen eher eine abwartende Haltung einnehmen. Schade eigentlich. Es könnte ja auch ein Wettbewerbsvorteil sein oder „einfach“ zufriedenere Mitarbeiter „produzieren“. Ohne den erforderlichen Wandel der Unternehmenskultur können die Tools vermutlich höchstens als Anstoß wirken.

  74. Treffende Darstellung der aktuellen Situation, Lore. Viele Unternehmen sehen keine Dringlichkeit, sich mit den neuen Technologien und Möglichkeiten zu beschäftigen. Und sie haben wahrscheinlich sogar Recht, darauf zu vertrauen, dass irgendwann die Sharepoints, Communities und Digital Residents einfach da sind. Was sie jedoch verschenken, wenn sie sich nicht aktiv um diese Themen bemühen, die ja alle irgendwie um die Verbindung formeller und informeller Strukturen (Kommunikation. Kollaboration, Lernen) kreisen, steht auf einem anderen Blatt. Aber ich denke, dass uns Ellen Trude hier sicher auch noch etwas auf den Weg mitgeben kann.Beste Grüße, Jochen

  75. Na ja, den Technikern würde ich auch nicht jeden Weitblick unterstellen. „Nicht alles was technisch machbar ist, ist auch gut…“ Ein gutes Gemisch gepaart mit dem einen oder anderen „Querdenker“ wäre hierzu sicherlich hilfreich

  76. Hallo Simona,

    wenn die weggeworfenen Lebensmittel zu Energieerzeugung verwendet werden würden, wäre das sehr schön, leider ist das nicht so. SIehe dazu Berichte aus dem Zuckerrohranbau in Brasilien. Ich bin inzwischen der Meinung, dass es keine gute Idee ist und es besser wäre auf sparsame Autos zu setzen.
    Insgesamt gesehen, muss die komplette Energieversorung betrachtet werden.

  77. Täglich werden Lebensmittel überall frisch weggeschmissen, weil unsere Konsumwirtschaft so verrückt ist. Ich denke dass Rüben für Benzin benutzt werden, ist dahingegen eine gute Idee.

  78. „…Wir haben nun mal in DE dies traditionelle “in” für die weibliche Fassung. Das gehört abgeschafft…“ Wenn ich da mal Bemerken darf, dass Du in Deinem Impressum von „Seiteninhaberin“ sprichst, dann würde ich hier bei dieser Meinung eine kleine Korrektur für Angemessen erachten… Viele Grüße Dieter

  79. .. das stimmt, nur habe ich das in diesem „speziellen“ Fall noch nicht einmal „Geschlechtsspezifisch“ gemeint. (DK)

  80. Die Umfragen können ruhig vorab gemacht werden. Nur sollten die Ergebnisse derselben vor Schließung der Wahllokale an niemanden weitergegeben werden. Ich sehe nämlich nicht ein, daß Spitzenpolitiker anders behandelt werden als die „normale“ Bevölkerung. Das Veröffentlichungsverbot sollte uneingeschränkt für alle gelten.

    Abgesehen davon würde es den meisten Politikern sowieso sehr gut zu Gesicht stehen, am Wahlabend einfach mal die Klappe zu halten. Seit Jahren laufen die „Gespräche“ immer nach demselben Schema ab. Die Reporter bemühen sich, aus den Spitzenkandidaten etwas Neues herauszukitzeln, während diese zu diesem Zeitpunkt gar nichts Neues zu bieten haben. Das ist ungefähr so, als wenn man jemanden, der gerade von einer Singlebörse kommt, wo er das „Angebot“ gesichtet hat, danach fragt, wen er denn nun heiraten wird.

    Und die Medien sollten sich darüber im Klaren sein, daß sie am Wahlabend wirklich nichts besseres und wichtigeres zu tun haben, als die Ergebnisse nach Schließung der Wahllokale schnell und präzise zu vermelden. Koalitionsgespräche werden immer erst in der folgenden Woche geführt, und die Politiker sind am Abend noch damit beschäftigt, sich zu freuen oder sich zu ärgern, je nach Wahlergebnis.

    Ich möchte denen dabei auch gar nicht zuschauen.