coer13 – Suche nach OER

Beim Lesen der Wochenaufgabe „Recherche nach OER-Materialien (zu eigenen oder fremden Suchaufträgen) und Dokumentation der Suchergebnisse mit Edutags.de und dem Schlagwort „COER13″“ wurde mir erstmals bewusst, dass die Suche nach geeigneten Materialien, die zudem „offen“ sind, ein wesentlicher Punkt des Themas OER ist. Bislang hatte ich es nur aus der Sicht eines Autors betrachtet, also „warum sollte ich meine Materialen veröffentlichen“. Die Problematik des richtigen Suchens, bzw. der passenden Suchstrategie wurde mir erst anhand der „Schnoertzel-Jagd“ und der Aufgabe bewusst.

Bei Anblick der Tag-Cloud aus „edutags“ stellt sich mir die Frage: „Braucht es Vereinbarungen zum Tagging – oder ist die Cloud intelligent genug?“ Was, wenn die tollsten Materialien falsch getaggt sind?
Damit greife ich aber sicher schon auf die Inhalte der nächsten Woche vor.

Mein Thema zur Recherche: „Urheberrecht“. Also was gibt es schon bei Edutags?

coer13: – OER für deutsche Schulen

Im Rahmen des MOOC  coer13 werde ich versuchen mich dem Thema OER aus verschiedenen Sichtweisen und für unterschiedliche Lebensbereiche zu nähern. Für eine detaillierte Betrachtung halte ich dies für äußerst wichtig, da die Rahmenbedingungen, Finanzierungskonzepte etc. höchst unterschiedlich sind.

1) Gedanken zu offenen Bildungsressourcen für Schulen

Eigentlich müssten alle Schulmaterialien offene Lernressourcen sein. Bücher werden derzeit von Verlagen erstellt und da wir eine sehr zersplitterte Schullandschaft haben, werden hier große Umsätze gemacht. Diese sind zwar leicht rückläufig aufgrund niedrigerer Schülerzahlen und Budgetkürzungen (s. u.). dazu kommen Arbeitsblätter und Aufgaben, die teilweise von Lehrkräften selbst erstellt werden.

Doch wem gehören die Inhalte der Schulbücher? Eigentlich den Autoren, die allerdings auch nur bestehendes Wissen in eine neue (?) Form gebracht haben. Der Inhalt selbst (z. B. Satz des Pythagoras) unterliegt keinerlei urheberrechtlichen Auflagen. Es sei denn, ein Lehrer hat dazu eine kreative Aufgabe erstellt. An dieser verdient nun der Schulbuchverlag, zahlen muss dies der Steuerzahler und wenn Lehrer oder Schüler eine Kopie zu viel machen, machen sie sich strafbar.

Dieses alte Prinzip ist nicht länger haltbar. Speziell durch die Digitalisierung unserer Welt, müssen neue Konzepte eingeführt werden.

Die Autoren offener Bildungsressourcen müssen für das Erstellen dieser selbstverständlich bezahlt werden. Aber dies werden Auftrags- bzw. Projektaufträge, die direkt vom Staat (bzw. einer finanzierten, nicht gewinnorientierten Agentur) beauftragt werden. Damit gehören die Inhalte allen und können so auch frei verbreitet werden. Der Staat, in diesem Fall die Schulen, kaufen nicht mehr wie bisher Bücher, auf welchen strenge Nutzungsrechte liegen, sondern die Inhalte in frei verwendbarer und modifizierbarer Form.

Die Auftragnehmer sind die Autoren und Medienproduzenten. das bedeutet, dass die Verlage reduziert werden auf Medienproduktion, aber keine Verwertungsrechte mehr an den Inhalten haben.

Das vielfach angebrachte Argument, dass bei OER die Qualität leidet, kann bei dem oben beschriebenen Prozess auf gleiche Art und weise gelöst werden, wie bei der herkömmlichen Produktion. Die Qualitätskontrolle wird als Auftragsarbeit vergeben. Anstelle den Schulbuchverlagen fertige Bücher mit unbegreifbaren Nutzungsbedingungen abzukaufen, kauft der Staat die Materialen beim Autor und lässt selbst produzieren. Teurer wird das sicher nicht!

Ein Problem stellen die Rechte anderer dar Zitate von Brecht oder eine Abbildung eines Gemäldes von Picasso. Bei Verrwendung solcher Dinge müssen die Urheberrechte beachtet werden ober auch hier globale Regelungen gefunden werden.

Quellen: Zahlen 2012

Das Whitepater von Mirjam Bretschneider, Jöran Muuß-Merholz und Felix Schaumburg sollten alle lesen, die sich mit diesem Thema beschäftigen und alle, die mit Schule zu tun haben:  http://www.joeran.de/dox/Open-Educational-Resources-OER-f%C3%BCr-Schulen-in-Deutschland-V-1-0-Whitepaper-Maerz-2012.pdf

coer13 – 1: Was ist OER?

Das erste Beispiel im Video 1 < http://www.coer13.de/unit0.html > zeigt den Irrsinn in der deutschen Schul- und Bildungsumgebung (Kindergaten, Schule, Studium). Es wird zwingend erforderlich, dass hier andere Materialien verwendet werden müssen.

Nicht nur „kostenlos“ sondern auch wiederverwendbar müssen diese Materialien sein. Leider haben die Schulbuchverlage in Deutschland einen sehr großen politischen Einfluss und die Aktionen werden in die Schulen hineingetragen:  < http://www.hr-online.de/website/radio/hr-info/index.jsp?rubrik=47572&key=standard_document_48031219 > Leider spielen die Schulleiter und Lehrer mit.

Da ich gerade Mitgründerin eines Vereins zur gesellschaftspolitischen Bildung bin, werde ich mich ganz stark dafür einsetzen nur OER einzusetzen. Was uns dann natürlich ohne Umwege zu der Frage der Finanzierung führt. Quasi zu dem Punkt, an welchem der MOOCMaker-Kurs aufgehört hat.

 

Beschreibung eines MOOC

Vieles was in dem abschließenden Hangout (22.02.2013) diskutiert wurde, kann auf auf mangelnde Definitionen zurückgeführt werden. Wenn wir über MOOC reden, worüber reden wir dann? Welche Erwartungen der Teilnehmer wurden erfüllt/nicht erfüllt? We

Dazu greife ich einmal auf meine Festplatte zurück, denn da liegt die PAS 1068. Im Jahre 2006 (und davor) habe ich an deren mitgearbeitet. In dieser „Publicity Available Specification“ haben wir Merkmale zusammengestellt, die zur eindeutigen Beschreibung eines Bildungsangebotes notwendig sind. Ja, es sind viele, aber es trifft nun mal nicht jedes Feld auf jedes Angebot zu.

Ich habe einmal versucht den MOOC MMC13 in diesem Schema darzustellen. Viele der Punkte passen einfach nicht, aber die für mich wichtigen habe ich hier herausgezogen: (Wer sich für die PAS interessiert, kann diese kostenlos über den Beuth-Verlag herunterladen.) Die Tabelle steht hier GoogleDocs oder alternativ als PDF (sorry, aber in den Blog passt die Tabelle nicht). Die Einträge für Ziele etc. sind einfach aus der Webseite kopiert, hier müssten natürlich neue Formulierungen rein.

Wird ein MOOC angeboten, halte ich es für unbedingt erforderlich den Interessenten klar darzulegen, wie im Kurs gelernt wird UND welche Voraussetzungen die Teilnehmer mitbringen sollten (z :b: Twittererfahrung .. ).

#LAK13 – 1: Was ist Learning Analytics

Ich habe ein gespaltenes Verhältnis zum Sammeln von Daten. Daher ist mir die Frage der ersten Woche „Trends and context: why learning analytics?“ wichtig:.

  • Welchen Bereich deckt Learning Analytics ab?
  • Welche Daten werden gesammelt?
  • Wozu???

Um was geht es überhaupt?

Ich habe zwei Definitionen gefunden, die zunächst einmal den Arbeitsbereich definieren:

A) Nach dem Policy Brief der Unesco

  • Macro-Level Analytics: Cross institutional, auf internationaler Basis
  • Meso-Level Analytics: Auf Iinstituitioneller Basis
  • Micro-Level Analytics: Individuelle Betrachtung

B) Nach dem Text von Phillip D. Long and George Siemens: „Penetrating the Fog: Analytics in Learning and Education“

  • Learning Analytics
    Im Focus von Learning Analytics steht der Lernprozess. Daten werden auf Kurs- oder Instituts-Level erhoben. Profitieren können die Lerner und die Bildungsanbieter.(SoLAR ). Auswertung mit dem Ziel bessere Lernpfade zu ermöglichen, dem Lerner Hilfen zu geben, …
  • Academic Analytics
    Unter diesem Begriff werden die Aktivitäten zusammengefasst, die sich mit der Datenerhebung ind. Auswertung von Daten vieler Institute zum Zweck der Verbesserung von Entscheidungen befassen (Text von Campbell and Oblinger ). Auswertung mit dem Ziel die Angebote zu verbessern, auf institutioneller bis zur internationalen Ebene.
  • Educational Data Mining
    Educational Data Mining beschäftigt sich mit den Methoden zur Erhebung und Analyse der verschiedenen Daten, die im Breich des Lernens anfallen und wie solche Daten sinnvoll genutzt werden können.

Natürlich sind das alles ehrenhafte Ziele, doch der Satz der letzen Folie von Martin Ebners Präsentation zu diesem Thema (Themenwoche bei OPCO12) ist nun mal wahr:

Zum Einstig auch Empfehlenswert zu lesen: http://www.educause.edu/library/resources/7-things-you-should-know-about-first-generation-learning-analytics. Ich werde mal sehen, ob in den Diskussionen irgendwo das Wort „Datenschutz“ fällt.

MOOC: Offenheit der Teilnehmer

Da war doch schon mal was….

Bei den Überlegungen zu der Einführungswoche bei #LAK13 fiel mir ein, dass ich schon mal etwas zu der Teilnehmeroffenheit bei MOOCs geschrieben hatte (/hat ja auch etwas mit Datensammeln zu tun). Hier die 2 Texte zu den „Digitalen Exhibitionisten = Teilnehmer eines MOOCs:

http://dd-learn.de/2012/09/14/sind-mooc-teilnehmer-digitale-exhibitionisten/

http://dd-learn.de/2012/10/05/sind-mooc-teilnehmer-digitale-exhibitionistenn-2/

MOOCcash (2)

Fast habe ich Schuldgefühle bekommen, als ich Andrea Brückens Reflektion zur vergangenen Themenwoche gelesen habe, denn ich wollte auch mehr tun.

Ich hatte mir zu Beginn der Woche einige Gedanken gemacht und versucht ein Schema/Raster aufzubauen, um die unterschiedlichen Anbieter und Formen von MOOCs differenzierter betrachten zu können. Ich habe dann aber bei weiterer Betrachtung festgestellt, dass auch das „Bezahlen“ mehrere Aspekte hat. Ellen Trude kommentierte in der Tabelle; „Das kann aber auch innerhalb des Unternehmens dann kostenpflichtig sein, das heißt, wer teilnimmt, muss zahlen, meist auf Personalkostenstelle“ Hmm –  also auch noch die Zahlenden unterscheiden?

Es gibt schon viele Ideen, aber welches Bezahlmodell für welchen MOOC-Typ in welcher Umgebung bei welcher Zielgruppe passt, das müssen die Organisatoren selbst entscheiden.

Meine wichtigste Erkenntniss mal wieder:“ Vor jeder Diskussion genau spezifizieren worüber gesprochen wird: cMOOCs, xMOOC, COOC, …….

Für meinen geplanten MOOC wird es beim ersten Kurs auf viel freiwillige unbezahlte Arbeit hinauslaufen. Danach? Mal sehen!

MOOCCASH – Finanzierungsmodelle für MOOCs

Bevor ich mir Gedanken um die Finanzierung mache, muss ich definieren, was ich unter einem MOOC verstehe:

Kennzeichen (m)eines MOOC

  • massive
    Nun ja, wir werden die die Stanford-Zahlen erreichen 🙂
    Daher eher „massive open“
  • open
    • für jeden
    • kostenlos
    • barrierefrei (weitestgehends)
    • aber auch definierte Einstiegsvoraussetzungen!
    • bei den Materialien:
      jeder darf lesen, abschreiben, remixen – OER ist mehr als kostenlos lesen!
    • ohne Plattformbeschränkung
    • Gleichberechtigung (keine Unterschiede bei den Zugängen/Materialien)
  • online
    • alles wird online bereitgestellt.
    • Teilnehmer müssen nicht an einen Ort reisen
      (sie können sich selbstverständlich freiwillig irgendwo treffen)
  • course
    • hat einen Anfang und ein definiertes Ende
    • hat ein Curriculum
    • bietet den Lernenden Inhalte an
    • bietet Support für die zentralen Plattformen und Tools
    • bietet Tutorials für freie Tools
    • erfordert, dass Lernende
      • sich ein Ziel setzen
      • sich organisieren
      • sich (gegenseitig) motivieren

Finanzierung von MOOCs

  • MOOCs an Universitäten und anderen öffentlichen Bildungseinrichtungen
    Im Rahmen des Bildungsauftrags der Hochschulen, müssen diese, wie das Studium auch, vom Staat/Gemeinschaft finanziert werden.
    Das ist sicher ein schwieriger (politischer) Prozess, aber für mich beissen sich „Universität“ und „Geschäftsmodell“.
    Dies wirft die Frage auf, welche Bildungsangebote einer Hochschule fallen nicht darunter, bzw. ist es Aufgabe einer Hochschule Bildungsangebote zu machen, die in Konkurrenz zu gewerbsmäßigen Anbietern stehen (meine Meinung: NEIN)
  • Organisationen, die gewerbsmäßig Bildung anbieten
    • kostenpflichtige Zertifizierung
    • kostenpflichtige Spezialisierungskurse (Einstieg kostenlos, Vertiefung kostet)
    • Kooperationen

Die kostenpflichtige Betreuung / Tutoring in einem ansonsten offenen Kurs würde ich nicht wollen, da dies leicht zu einem 2-Klassen-System führt.

  • Gemeinnützige Organisationen, VHS
    • Sponsoren
    • Kooperationen

Update während des Hangout:
Ein MOOCkann, da er offen und frei im Web verfügbar ist, weltweit bescuht werden, also stimmt das mit unserern Steuergeldern nicht mehr!

Ins Unreine geschrieben (gestern):

  • MOOCs an Unis + Hochschulen müssen komplett frei sein: Lehrmittelfreiheit, egal für wen!!
  • #mooccash betrifft „nur“ private Anbieter (Weiterbildungsanbieter)
  • Z.B. VHS müssen Geld einnehmen: MOOC mit Anmeldeprozedur = MOOC im LMS?
  • MOOC-Anbieter sucht sich Sponsor aus dem Themengebiet – Verlust der Unabhängigkeit?

Learntec 2013 Workshop „Die Rolle des E-Trainers“

Manuel Jans hatte einen Workshop organisiert, zu dem Thema: „Die Rolle des E.Trainers / Der Live-Online-Trainer heute und in Zukunft – Kompetenzanforderungen, Qualifizierungen, Entwicklungsperspektiven.“

Die Folien dazu werden (in der Regel von der Learntec veröffentlicht) aber hier sind schon mal meine und ein paar Links dazu::

1. Impuls: Zertifizierung
Präsentation: http://de.slideshare.net/loreress/zertifizierung-trainer

Links dazu: http://www.diigo.com/user/loreress/qualit%C3%A4t

1. Impuls: Zukunft

Präsentation: http://de.slideshare.net/loreress/zukunft-traininglernen

Links dazu:
MOOCs: http://www.diigo.com/user/loreress/MOOC
Und der aktuelle MOOC: http://howtomooc.org
OER: http://elearningblog.tugraz.at/archives/5812
PLE / PAUL: http://de.slideshare.net/jarche/pkm-plenk
http://mediendidaktik.port07.de/?p=76
http://www.diigo.com/user/loreress/paul