MOOC

In den letzten Monaten habe ich an einigen MOOCs teilgenommen, die über die Plattform mooin.oncampus.de angeboten und durchgeführt wurden. Zum Abschluss des #A40mooc habe ich die Frage gestellt, ob für einen MOOC eine Plattform wie mooin benötigt wird, oder ein offenes Format besser ist.

Interessante Antworten:

mooc11

 

mooc12

Für mich ist mooin.oncampus.de ein LMS mit wenig Funktionalität und nicht für einen MOOC geeignet. Es werden Inhalte vorgestellt und dazu wird in einem Diskussionsforum diskutiert, teilweise angeregt durch Fragen der Moderatoren.

Die Beiträge bleiben dadurch in einem geschlossenen Forum und können nur von den angemeldeten Nutzern gelesen werden. In einem MOOC wie OPCO11 oder HowToMOOC blieben die Beiträge auf den teilnehmereigenen Blogs. Diskutiert wurde zusätzlich über offene Medien wie z.B. Twitter. Dadurch wurden die Themen öffentlich und weitere Interessierte konnten hinzukommen. Eine geschlossene Plattform verhindert dies.

Wird keine geschlossene Plattform verwendet, werden Teilnehmer auch angeregt andere Formate (als Textbeiträge) einzubringen z.B. Videos, Podcasts, Grafiken etc. Durch ein Forum werden solche Ideen evtl. unterdrückt.

Ich persönlich ziehe ein offenes Format (wie OPCO11, HOWTOMOOC ..) vor, wobei ich die äußeren Zwänge (finazielle Rahmen und organisatorische Anforderungen der Geldgeber) natürlich kenne und die aktuellen Angebote zu würdigen weiss. Allerdings finde ich es schade, dass die ursprüngliche Idee der offenen Angebote dadurch untergeht. Wieso und warum das deutsche Bildungssystem so kurzsichtig ist und solche Angebote dem Finanzierungszwang unterliegen ist eine andere Diskussion.

Gedanken zu MOOCs und deren Finanzierung http://www.loreress.de/mooccash-finanzierungsmodelle-fur-moocs/

Social Media-Nutzung oder warum ich nicht auf Facebook bin …

…und das was ich schreibe auf dem eigenen Blog liegt.

Auf Twitter habe ich mich zu einer Äußerung hinreißen lassen, die prompt eine Gegenfrage provozierte.
someLink im Tweet: http://www.sueddeutsche.de/digital/neue-app-facebook-will-alternativlos-werden-1.2507384

Warum ich die Nutzung „Sozialer Netzwerke“ auf ein Minimum beschränke:
„Soziale Netzwerke“ wie Facebook, Instagram, Flickr etc. sind nicht sozial. Es sind kommerzielle Plattformen, die damit Geld verdienen, dass die Nutzer ihre Daten hinterlassen. D. h., wir, die Nutzer, sind nicht die Kunden, sondern die Ware!

Die Geschichte meiner Internet/Social Media-Nutzung ist ständigen Änderungen unterworfen, in denen sich auch die technischen und sozialen Veränderungen der Umwelt/Gesellschaft wiederspiegeln.

Im Jahre 2000 habe ich meine erste (geschäftliche) Homepage gebastelt und mich durch den HTML-Code gewurschtelt. Es gab noch keine Plattformen wie WordPress.com, Blogger oder andere. D.h. ich wurde internet-sozialisiert mit der eigenen Webseite.

Und kann kam Web 2.0 und alle waren euphorisch. Toll, Kommunikation anstelle von statischen Webseiten, jeder kann Autor werden, alle lernen voneinander und miteinander, wunderbare Spielzeuge. Die Bildungslandschaft war allerdings äußerst träge und kam erste Jahre später zur Nutzung der Werkzeuge (und die Umsetzung hapert immer noch).

Mein erstes SoMe-Tool, das ich ernsthaft nutzte und noch nutze war Twitter. Facebook probierte ich auch aus, aber konnte mich nie so recht anfreunden damit, nutzte es zeitweise beruflich und verlies dann schnell die Plattform.

Warum?
Undurchsichtige AGBs, unklare Privatsphären-Einstellungen und außerdem „war es nicht mein Ding“, so ganz persönlich. Ich nutzte dann eine Weile Google+, da sich hier einige der Edu-Szene tummelten. Aber aus Zeitgründen habe sich die Aktivitäten dort eingestellt und auch den Google+-Account gelöscht.

Ich teste natürlich immer wieder neue Plattformen, einfach um auf dem Laufenden zu bleiben und weil es Spaß macht Neues zu erforschen. Zum Testen verwende ich irgendwelche Wegwerf-E-Mail-Adressen und versuche anonym zu bleiben

Ja, wir lassen uns alle, manche viel andere weniger, nicht nur durch SocialMedia-Plattformen, sondern durch Nutzung des Internets allgemein, ausnutzen. Kostenloses gibt es nicht! Leider ist das vielen nicht bewusst. Ich versuche meine Spuren zu minimieren und dazu gibt es viele einfache Möglichkeiten

  • Browser zum Surfen: Firefox mit diversen Plugins wie BetterPrivacy, Disconnect sowie Löschen des Verlaufs und der Cookies bei jedem Schließen des Browsers.
  • zeitweise auch Tor <https://www.torproject.org/>
  • nicht automatisch bei Google einloggen und keine Google-Anwendungen nutzen, ab und zu wird das Google-Konto via Chrome überprüft.
  • Zum Austausch von Dateien gibt es OwnCloud und FTP. Das ist natürlich nicht so schick, aber dafür auf dem eigenen Webspace. Dafür brauch ich kein Dropbox oder ähnliches. Auch Fotos, außen den privaten, sind nur auf meinem Webspace. Flickr ist mir zu groß, zu unübersichtlich. Außerdem sind meine Fotos und Reiseberichte für meine Freunde gedacht und ich will damit keine weltweite Aufmerksamkeit erzeugen.
  • Vermeide das Einloggen in Plattformen via Twitter-Account. Das ist zwar praktisch, erleichtert aber ungemein die Profilbildung und das Tracking
  • Und natürlich habe ich überall ein separates Passwort 🙂

Ich habe nun mal gerne die Kontrolle über meine „Sachen“. Seit Snowden hat sich dies noch verstärkt. Ich würde gerne für eine SocialMedia-Plattform zahlen, wenn dies sicherstellen würde, dass meine Daten nicht verschachert und zur Profilbildung herangezogen würden.

Für mich käme daher auch keine dauerhafte Präsenz auf Blogger oder WordPresss.com in Frage, denn nur auf der eigenen Webpräsenz habe ich die Kontrolle über meine Inhalte.

Die Aussage, via Facebook kann ich mit den Kindern Kontakt halten, gilt nicht, das kann ich mit einer eigenen Webpräsenz, mit einem eigenen WordPressinstallation und z.B. Koken für Fotos genauso gut. Wenn ich das technisch nicht kann? Dafür gibts genügend HIlfe – frage mal deinen Nachbarn oder die VHS.

Beiträge zu diesem Thema  werde ich ab jetzt mal zusammenstellen (natürlich hier auf dem Blog, auf einer speziellen Seite). Wobei ich für das temporäre Kuratieren von Inhalten, z.B. für Seminare oder Veranstaltungen auch Storify.com und SCOOP.IT genutzt habe. Dabei fällt mir noch ein Nachteil der Cloud-Plattformen ein: man vergisst manchmal. was dort so rumliegt.

Ich im Netz :

Das Gesagte gilt für mich als Privatperson, das gilt nicht für Menschen, die beruflich im Netz unterwegs sind und Unternehmen.

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Wann ist ein MOOC gut?

Monika E. König @mons7  hat mich gerade netterweise aufgefordert mit dieser Frage einen neuen Thread zu beginnen (Ursprungsbeitrag irgendwo in dem VorstellungsThread von heute Nachmittag).
Tja, wann ist ein MOOC gut?
Darüber wurde soweit ich mich erinnere schon einmal diskutiert und zwar im Zusammenhang mit Aussteigern. Ich denke diese Frage kann jeder (Mensch) nur für sich beantworten. Denn ob ist etwas für gut halte, hängt maßgeblich von meinem Ziel ab. Für mich ist ein MOOC gut, wenn

  • ich klar einen Unterschied zu einem Online-Seminar erkennen kann.
  • ich zum selbsständigen Arbeiten animirt werde
  • wenn sich interessante Diskussionen ergeben (die auch gerne abseits des Themas liegen können)
  • wenn sich das ganze in einem offenen Umfeld abspielt (also keine geschlossene Lernumgebung).

Gerade der letzte Punkt ist für mich wichtig, denn ich möchte Beiträge auch später noch nachlesen können. Nur Antworten auf vorgegebene Fragen sind mir zu wenig. Daher schreibe ich längere Texte lieber auf meinem Blog. Dort könnte ich auch die Antworten später noch mal einfach wiederfinden.

Mein digitales ICH

Vor einigen Tagen wurde ich zufällig auf dem Mooc „Mein digitales ICH„, kurz gesagt, den #IchMOOC aufmerksam. Obwohl ich mich gleich wieder über die „Passagierin“ aufregen musste, habe ich mich durch das 1. Kapitel „Selbstdarstellung und Profile“ gelesen – nein, eher ge’video’t, da der Input als Videos erscheint. Nicht ganz mein Ding, ich lese lieber, aber die Videos sind nicht zu lang, toll gesprochen und mit kleinen Rückfragen bestückt.

Im ersten Video „Kann ich in digitalen Welten eine ganz andere Person sein als offline?“ mit Kixka Nebraska geht es um die Frage „Habe ich mehrere Identitäten?“ Natürlich:

  • zum Trennen von Beruflichem und Privatem
    Ich hatte (wärend meiner Berufstätigkeit) einen „beruflichen“ Twitteraccount, der auch auf der Firmenwebseite angezeigt wurde, für Nachrichten aus dem Bereich Online-Lernen.
    Und einen privaten Account zum Posaunen meiner privaten und politischen Meinung. Das fand ich unpassend für eine Firmenwebseite. Den privaten gibt es jetzt nicht mehr, dafür haben sich die Inhalte von @lress gewandelt.
  • zum Trennen vom „öffentlichem“ und sehr privatem Ich
    Jetzt (im Rentnerdasein) brauche ich das eigentlich nicht mehr. Aber ich hatte vor Kurzem einen separaten Twitteraccount eingerichtet, um für Freunde und Interessierte intensiv von einer Urlaubsreise zu Twittern. Dies passte nicht zum Stil des „normalen“ Twitteraccounts und richtete sich auch nur an wenige Personen.
    Inzwischen habe ich mal wieder einen zusätzlichen Account, der aber nur sehr sporadisch genutzt wird, zu sehr privatem, eigentlich nur zur Selbstreflektion (hat auch keinen Follower, folgt aber anderen ähnlichen Accounts)
    (Passt zum Video 1.4: „Identitätspostulaten“: „Ich bin was ich poste“)
  • Ansonsten habe ich meinen privaten Blog und eine Fotoseite.

Zu Facebook: Ja, ich finde FB „böse“. Ich zahle nicht mit meinen Daten für Herrn Zuckerberg und Konsorten. Zur Zeit habe ich mal wieder einen Account zum Lurken eingerichtet, aber ich kann mich nun mal nicht für FB begeistern. Anders war es bei Google+. Hier habe ich aber den Account auch wieder gelöscht als ich merkte, dass ich ihn doch nicht (mehr) nutzte.

Im Video wurde die These aufgestellt, dass es 3 Sichtweisen auf das „Ich“ gibt:

  1. wie ich denke, dass ich bin
  2. wie mein Gegenüber denkt dass ich bin
  3. wie ich denke, dass mein gegenüber denkt dass ich bin

Ich denke es gibt noch eine 4. Sichtweise: Ich, wie ich sein möchte. Dies  ist nicht immer (eher meistens) das gleiche zur Sicht 1.

Die Frage „Wie will ich online wahrgenommen werden?“ hängt natürlich davon ab, mit welchem Ziel ich online bin.
Will ich mich nur informieren, von andern lernen: dann bin ich ein Lurker und will gar nicht wahrgenommen werden, erscheine nur anonym in der Zahl der Seitenaufrufe.
Diskutiere ich mit und stelle ich eigene Beiträge ein, dann ist das natürlich abhängig davon, warum ich online bin:

  • meine Erfahrungen zu teilen, um dadurch meine Kompetenz darzustellen
  • zu Lernen, von anderen Erfahrungen zu profitieren
  • neue Kunden gewinnen

oder privat:

  • die Online-Diskussion als Empörungsventil zu nutzen 🙂
  • von anderen Erfahrungen zu lernen
  • andere Meinungen besser zu verstehen
  • alte Kontakte zu pflegen und neue zu knüpfen

Daraus resultiert, wie ich wahrgenommen werde.

In diesem Zusammenhang: Welchen Einfluss hat das Account-Bild? Was sagt uns das über den Nutzer?

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Von Webinar zu …

streaminarkreativ gestimmt, würde ich sagen, wir nennen es „Streaminar“. Ich hoffe aber, dass niemand diesen Begriff übernimmt 🙂

Was ist das? Wie geht das?

Die Probleme von Virtual Classroom-Systeme sind häufig, dass etwas heruntergeladen werden muss, sie nicht 100% systemkompatibel sind und/oder browserabhängig arbeiten. Ein weiteres Problem liegt in er Anzahl der Teilnehmenden. Es können zwar Sessions mit mehr als 100 Teilnehmern durchgeführt werden, aber da dann kaum bis wenig Interaktion möglich ist bzw. gemacht wird (Ausnahme: es sind alles VC-erfahrene Menschen). Warum dann ein spezielles System für alle vorschreiben? Youtube können alle, es ist browser- und systemunabhängig und – besonders wichtig – niemand braucht einen Login! Für die Kommunikation kann die Kommentarfunktion, ein Chat oder Twitter verwendet werden.

Eingesetzt wird diese Lösung im Bildungsbereich häufig bei MOOCs. Bei OPCO11 wurde AdobeConnect für die Aktiven verwendet, gleichzeitig konnten die, die „nur“ Zuhören wollten, Youtube nutzen.

Mit der Verbreitung von Google Hangout hat sich diese Variante in vielen Bereichen etabliert:

Die Merkmale:

  • aktive Teilnehmende in begrenzter Anzahl und unbegrenzte Zuschauer per Youtube
  • Interaktion mit den Aktiven; schriftl. Kommunikation mit Youtube-Nutzern

Einsatz

  • Diskussionsveranstaltung mit Beantwortung von Teilnehmerfragen
  • Vorlesung
  • Einführung ines Produkts / Technik / Methode

Google Hangout
Bei Google Hangout steht das Video des gerade Sprechenden im Vordergrund, aber auch die Einblendung von Folien, Webseiten etc. ist möglich. Alle Aktiven werden hier in einem kleinen Bild live übertragen (siehe Abbildung).

Literaturtipp

Hannes Schleeh, Gunnar Sohn
Live Streaming mit Hangout On Air
Techniken, Inhalte & Perspektiven für kreatives Web TV
http://www.hanser-fachbuch.de/buch/Live+Streaming+mit+Hangout+On+Air/9783446440920

LdL – Lernen durch Lehren

Im Stenogramm-Stil:

  • 3 Hangout-Aufzeichungen angesehen und etwas dazu gelesen
    1. Mich nervt der theoretische Überbau
    2. Idee des Konfuzis-Spruches hatt ich auch – nutze ich doch längst
    3. Langsame Erkenntniss, dass es doch etwas anderes ist, als Aufgaben für Sequenzen für die nächste Session zu verteilen
    4. Bin gespannt auf Woche 5 = Umsetzung in der beruflichen Aus- und Weiterbildung: Wie reagieren Erwachsene auf das Konzept?

Ist ein spannendes Konzept. Eine wichtige Diskussion bei Philippe Wampfler (Kommentare):  http://schulesocialmedia.com/2014/05/28/bemerkungen-zur-methode-lernen-durch-lehren/

eLearning und informationelle Selbstbestimmung

Jahrelang haben wir, die Protagonisten des eLearning, uns den Mund fusselig geredet, wie toll das doch ist, wenn Alle miteinander lernen können. Kommunikation via Internet sei grenzenlos und schnell. Dann kamen die MOOCs und Social Learning und die Grenzen der LMS wurden gesprengt. Lernen und studieren in Facebookgruppen, Verabredungen via Twitter und WhatsApp. Wo wer ist, signalisiert Foursquare.
Toll, nicht wahr?

Vor Snowden kam bei mir schon einmal die Frage auf: „Sind wir alle digitale Exhibitionisten?“ und auf dem ColCamp 2012 diskutierten wir darüber. Etwa zum gleichen Zeitpunkt tauchte Learning Analytics, das das Lernverhalten von Studierenden untersucht, in meiner Timeline auf. Wissenschaftlich gesehen sicher interessant, aber ein leichtes Unbehagen stieg dennoch in mir auf.
Dann kam Snowden.

Zu meinem Erstaunen bewegte das in der eLearning-Szene nichts. Mir kommt es sogar so vor, dass die Begeisterung für die sogn. Web2.0-Tools gerade richtig Fahrt aufnimmt. Zur Zeit läuft ein offener Online-Kurs der Uni Frankfurt zu gerade diesem Thema. Ich muss gestehen, dass ich einigermaßen entsetzt über einen Beitrag war, in welchem das Lernen via Facebook-Gruppen in den schönsten, schillernsten Farben geschildert wurde. Bin ich schon dem Verfolgungswahn verfallen?

Für alle Bildungsanbieter (Schulen, Universitäten, Weiterbildungsinstitute, VHS …) sollte spätestens jetzt die wichtigste Aufgabe darin bestehen, überwachungsfreie, „abhörsichere“ Lernräume zu schaffen. Zeit für transparente, verständlich Angaben dazu, welche Daten wo und wie lange gespeichert werden sowie, welche Auswertungen gemacht werden und welche Schlüsse daraus gezogen werden. Zwischenfrage: Welche Daten geben die Unis eigentlich an die diversen Dienste weiter?
Können wir heute eigentlich guten Gewissens einen cMOOC anbieten?

Es gibt bereits viele Beispiele, die uns darauf aufmerksam machen sollten, dass die Überwachung und die daraus gezogenen Schlüsse uns alle betreffen:

Über eines sollten wir uns im Klaren sein, die Liste wird scheller wachsen, als uns lieb ist. (Nur mal so zur Info: „Andere Länder, andere Sitten“ https://digitalcourage.de/blog/2014/andere-laender-andere-ueberwachung-das-beispiel-indien )

Zu Facebook: Gestern gelesen, dass Facebook nun auch bald die Musik erkennt, die die Nutzer im Hintergrund hören:

  • Person liest gerade Marcuse und hört Highway to Heaven und befindet sich in seiner Wohnung. Um 22:00 Uhr bricht die Musik ab und Freund kommt dazu (wenn Musik erkannt wird, wird die Stimmerkennung nicht lange auf sich warten lassen.
    Und alles wird zum Profil hinzugefügt.

Ob es nun Facebook, oder die tollen Tools von Google sind, ist egal, ich denke, wir sollten uns ganz schnell und intensiv Gedanken darüber machen, wie die informationelle Selbstbestimmung der Lernenden garantiert werden kann. Zur Not zunächst einmal zurück ins LMS

Schade, waren eigentlich eine tolle Idee, die Web 2.0-Tools 🙁

So wird das nix mit uns – eBooks

Heute morgen wird auf Twitter auf Jan Philipp Albrechts Buch zum Datenschutz <http://www.droemer-knaur.de/buch/7973707/finger-weg-von-unseren-daten> hingewiesen (vielfach). Ja, ein Thema das mich stark beschäftigt.
Erster Impuls: Kaufen, das gibt’s bestimmt als eBook.

Ich lese sehr viel am PC und Tablet, ziehe aber häufig die gedruckten Bücher vor. Ich liebe es vor dem Regal zu stehen und die Bücherrücken anzusehen und mich an den Inhalt, das Kaufevent oder die Umgebung, in der ich das Buch gelesen habe, zu erinnern. Bei eBooks konnte ich diese Emotionen noch nicht erkennen. Ist halt so eine altmodische Emotionalität, sehr persönlich.

Was mich aber sachlich an den eBooks am meisten stört, ist dieses DRM und die Tatsache, dass ich nur ein Leserecht kaufe. eBooks kaufe ich prinzipiell nur ohne DRM. Ist so! Die Argumente dazu sind vielfältig beschrieben (z. B. http://www.lesen.net/ebook-news/adobe-gehackt-viele-ebook-leser-betroffen-8342/) .

Zurück zum aktuellen Kaufwunsch:
Meine Entscheidung war, das ist für mich ein Buch, das ich auf meinen Endgeräten lesen möchte, daher eBook. Aber siehe da: Adobe Digital Editions (Bei einem Buch zum Datenschutz?). Also kein eBook.
Dann schaute ich mir interessehalber den Preis an und staunte nicht schlecht:
Gedruckte Ausgabe: 7 € – ein sehr verbraucherfreundlicher Preis
eBook (mit ADE) 6,99 € – Wie bitte? Für die eingeschränkten Rechte und meine Daten soll ich das Gleiche (OK; 1 ct weniger) bezahlen?

  • Soll ich nun erfreut darüber sein, dass es dem Verlag um den Inhalt, nicht den Vertriebsweg geht?
  • Ist der Buchpreis subventioniert?
  • Ist der eBook-Preis überhöht?
  • Eine Mischkalkulation?

Transparente Preispolitik ist etwas anderes!
Fühle mich irgendwie veräppelt.

Werde mein Informationsbedürfnis zum Thema Datenschutz auf andere Wege stillen.

Qualitätssicherung – Qualitätsmodelle

In Kürze findet der 3. Workshop Zum Thema OER/Rechtsextremismus statt (Details hier). Ein wichtiger Aspekt ist die Qualitätssicherung (siehe auch das Planungsdokument).

Qualitätsmodelle? Bildung? Da war doch mal was!!
Mitglieder des D-ELAN haben eine Qualitätsplattform für Bildungsangebote und Bildungsorganisationen entwickelt. Diese steht unter „CC-BY-NC-SA 3.0“ und ist leider nach der Auflösung des Vereins (richtig: Übernahme durch den BITKOM) verschollen gewesen. Hier sind die Dokumente:

Überblick zu Qualitätsmodellen im Bereich Bildung: http://qbb.de/index.php/service-bildungsbereich/qmm-ueberblick

Von eMeetings, Online-Präsentationen, Webinaren und Online-Training

Es ist zwar noch nicht Korrektur gelesen, aber wer möchte kann mir gerne eine Fehlerliste zusenden. Inhaltlich werde ich vielleicht auch noch mal etwas ergänzen, aber ansonten ist es die letzte Fassung des Buches zum Live-Online-Lernen. Alles unter CC-BY-NC-SA – also macht damit was Ihr wollt 🙂

http://www.dd-learn.de/download/LiveOnline_2013.pdf