Marienkäfer

Nachdem ich in den vergangenen Jahren zwei mal Marienkäferlarven ausgesetzt habe, Haben sie anscheinend nun den Garten als Heimat angenommen. Aber anscheinend waren mehrere Gattungen dabei (Hilfe, Migranten!).

Aber die Einheimischen tun etwas zur Vermehrung:

Dazu kommen nun die Australischen Marienkäfer (Identifizierung der Larve):

und die Asiatischen:

 

Moos im Haar und Schlamm am Zeh

Durch Zufall hatte ich im Januar den Hinweis auf die Kindergruppe des BUND Friedberg und diese Veranstaltungsreihe: BUND Kindergruppe Bad Nauheim entdeckt.

Am 15.3. begann es und bei dem Treffen im Juni ging es um das Thema „Lebewesen im und am Wasser“. Da 9 Kinder im Alter zwischen 6 und 10 nicht von einer Person alleine am Wasser beaufsichtigt werden können, wurde eine Hilfe gesucht und als Oma hat frau ja Zeit.

An den Bad Nauheimer Waldteichen gab es auch einiges zu sehen. Mit viel Geduld erläuterte Doris den Kindern auf was sie achten sollten und dann ging es los. Mit Küchensieben und Köchern, Auffangschalen und Pinseln (zum achtsamen Befördern der Tierchen aus dem Sieb in die Schale) stürzte sich die Meute an das Wasser. Glücklicherweise haben die Tierchen das Geschrei überhört. Auch die Blesshühner gaben sich sehr abgeklärt.

Wir hatten großes Glück beim ersten Fang: es war ein Wasserskorpion dabei.

Danach kamen die Kaupquappen dran: Kröten und Frösche.

Und zum Schluss wurden die erwachsenen Erdkröten gesucht, aber es wurde nur der Kindergarten gefunden (bei dem Geräuschpegel hatten sich die Kröten alle ins Versteck zurückgezogen).

Ein toller Nachmittag, auch mit Muße etwas zu schnitzen.

 

Blümchenwiese

Nachdem die Dürre des letzten Jahres verheerende Spuren im „ehemaligen“ Rasen hinterlassen hat und ich immer schon eine Blümchenwiese (für Bienen und sonstige Tierchen) haben wollte, ist es nun so weit. Die Erdarbeiten sind abgeschlossen:

Die abgetragene Grasnarbe muss natürlich noch entsorgt werden:

Nun kommen die Feinarbeiten:

  • Randeinfassung
  • Randeinfassung innen für den Abschluß des Kiesweges rundum
  • Einsäaen
  • und dann noch die Hängebrücke für die Crawler :-)
    Der Sommer ist gerettet!

Frauenstudiengänge – der falsche Ansatz!

Meine erste Reaktion: Schwachsinn! Nach längerem Überlegen: Bringt nix, einstampfen. Genau wie Mädchenschulen.

Wir leben nun im 21. Jahrhundert und sollten uns von den Diskussionen über „Frauen hier“ – „Männer da“ endlich verabschieden. Dazu gehört allerdings noch eine gehörige Portion umdenken auf beiden Seiten.

  • Angefangen bei den rosa und hellblauen Stramplern (wer kauft denn das? zu 99% die Frauen!)
  • später zu Abenteuer-Spielzeug für Jungs und den Ponyhof für Mädchen (den Quatsch gabs in meiner Kindheit zum Glück noch nicht) – Wer hier die Prägung für zukünftiges Selbstbewustsein und Platz in der Gesellschaft negiert, sollte noch mal die Schulbank drücken.

Ja, in einer bestimmten Lebensphase lieben Mädchen anscheinend alles was rosa ist. Sollte man dann auch nicht verbieten, aber für den Quatsch mit rosa Osterhasen mit dem Aufdruck „für Mädchen“ sollte Ferrero mit Boykott bestraft werden (trotz Mon Cherie – halte ich seit fast 3 Jahren durch).

Ich ging auch auf ein Mädchen-Gymnasium, obwohl ich viel lieber auf das Jungs-Gymnasium mit meinen Klassenkameraden aus der Volksschule gegangen wäre. Aber in den 50ern tat man das nicht. Danach folge noch eine frauenspezifische Ausbildung „Elektrotechnische Assistentin“ und dann der Kulturschock „Fachhochschule“. 600 Studenten und 3 -4 Frauen. Den Schlüssel für die Damentoilette mussten wir immer im Sekretariat holen. ABER: das waren äußerst wichtige Erfahrungen im Umgang mit Männern, die dann ja auch später zu 100% die Arbeitskollegen stellten, die bei Lieferanten und Kunden die Gesprächspartner waren. Ob ein Frauenstudiengang darauf vorbereitet wage ich zu bezweifeln.

Auf der einen Seite werden die Netzwerke der Männer kritisiert, dagegen sollen Netzwerke der Frauen helfen. Nein: bildet endlich gemeinsame Netzwerke. Schüttet die Gräben zwischen den Geschlechtern zu anstatt sie durch den Aufbau eigener Netzwerke zu vertiefen.

Diese Spaltung wird auch durch die Sprache vertieft. Die zum Teil exzessive Nutzung des Binnen-I schadet im meinen Augen mehr als es nutzt. Louise F. Pusch <https://de.wikipedia.org/wiki/Luise_F._Pusch> hat 1984 in ihrem Aufsatz „Das Deutsche als Männersprache. Diagnose und Therapievorschläge den Vorschlag gemacht Berufsbezeichnungen generell als geschlechtslos anzusehen. Wie es auch wunderbar in der englischen Sprache funktioniert. „She is the General“. Leider wurde diese Idee zerschlagen und Frau Pusch schwenkte um und setzt sich seitdem für das Binnen-I ein. Schade!

Ich bin Ingenieur und das bleibe ich auch. Ich brauche kein Anhängsel. Und natürlich fühle und fühlte ich mich immer angesprochen, wenn in einer Anzeige ein Ingenieur gesucht wurde/wird. Ich bin es ja!

Und jetzt noch eine böse Schuldzuweisung: Frauen beschweren sich, dass ihnen die Männerwelt den Zugang zu höheren Positionen verwehrt, dass Männer übergriffig werden etc. Aber wer bitte erzieht auch heute noch überwiegend die Kinder? Wer kauft geschlechterspezifisches Spielzeug und Kleidung? Hier müssen Frauen massiv eingreifen nicht nur als Konsumenten sondern auch auf der Seite der Produzenten und Anbieter.

Ahnenforschung Reß: Nachtrag 2

Vorgestern war mein (aller Voraussicht nach) letzter Besuch im Diözesenarchiv in Limburg. Ein letzter Versuch den Eintrag zur Geburt/Taufe des Joseph Reß zu finden. Hierzu muss ich nachtragen, dass der Hinweis „rheinfeldensis“ irreführend war, er gehört zum darüberstehenden Eintrag. Also forschte ich in den Sterbeurkunden und wurde im ev. Kirchenbuch von Burggräfenrode fündig: Eintrag zu seinem Tod in Ilbenstadt am 8.12.1786 im Alter von stolzen 93 Jahren.

Die nächste Suche in Limburg förderte zwar eine ganze Reihe Reßens aus Kiedrich (zwischen 1630 und 1700) hervor, aber kein Joseph dabei. Nach meinem Tibet-Urlaub packte mich noch einmal der Ehrgeiz und ich beschloss die Nachbargemeinden zu durchsuchen, Aber in den umliegenden Gemeinden von Geisenheim bis Winkel wurde ich nicht fündig. Ich konnte ein paar Lücken in anderen Abkommensbäumen schließen (so ist nun die Linie der Weingut-Reßens bis 1630 nachvollziehbar), aber meine Linie hört bei Joseph auf.

Mache ich weiter? Keine Ahnung :-))

Hobby Ahnenforschung: Schwarzentraub

Meine Ur-Großmutter war eine geborene Schwarzentraub vom Hofgut Bubenrod (http://www.buseckertal.de/buseck/orte/bubenrod.html). Nun, von irgendwelchen Grafen oder „von-und-zus“ stammen wir nicht ab, aber die Linie der Schwarzentraubs ist äußerst interessant.

Zunächst endete für mich die Linie bei dem Vermerk des Ur-Ur-Ur-Großvaters „aus Sellbach/ Waldeck“. Dieser Ur-Ur-Ur-Großvater war schon eine besondere Persönlichkeit. Er war 2 x verheiratet und hatte mit Ehefrau 1 (Katharina Esch) 9 Kinder und mit Ehefrau 2 (Anna Bachmann) 10 Kinder. Wenn alle Nachkommen zum Zeitpunkt seines Todes noch am Leben gewesen wären, wären es 19 Kinder, 53 Enkel und 17 Urenkel gewesen!!
Er kam als Arbeiter auf das Hofgut, übernahm es dann als Pächter und wurde schließlich Eigentümer. Als er starb hinterließ er 3 Höfe und 2 Mühlen.
Woher ich das alles weiß? Zu früheren Zeiten war es bei angesehenen, begüterten Menschen üblich bei einer Beerdigung ein kleines Heft zum Andenken an den Verstorbenen zu drucken und an Freunde und Verwandte zu geben.
Die Hefte zur Beerdigung des Christian Schwarzentraub (1855) sowie seines Sohnes Jakob (1881) habe ich in den alten Unterlagen meiner Großmutter gefunden.

Doch die Geschichte geht weiter!
Die Schwarzentraubs waren Mennoniten. Durch die Suche nach Mennoniten stieß ich auf Dokumente der Amish Mennonites aus Illinois mit einer mehrseitigen Abhandlung über die Schwarzentruber/Schwarzentraubs. Uns siehe da, es waren die meinigen!

Damit konnte ich den Stammbaum zurückverfolgen bis zur Geburt des Hans Schwarzentruber in Schangnau/Kanton Bern ca. 1660. Sein Sohn, bzw. einer seiner Söhne, auch ein Christian zog nach Sellbach/Waldeck. Sein Sohn Jakob war der Vater des oben beschriebenen Christian.
Christian und Jakob waren die bevorzugten Namen dieser Familie.

Wer wanderte nun wann nach USA aus?
Eine der Töchter (Magdalena) aus erster Ehe des o.g. Christians heiratete einen Johannes Schwarzentraub (aus einer anderen Linie, die auf den Vinczenze aus Schangnau zurückgeht). Nach dem Tod ihres Ehemannes zog sie mit 5 (oder 6) Kindern im Jahre 1836 nach USA.

Das Hofgut Bubenrod hat es sogar in einen Spiegel-Artikel geschafft: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-42945036.html

Und so sieht es Heute dort aus (es gibt immer noch den eigenen Friedhof)