Ist gerade mal wieder der Feminismus in?
Viele interessante Artikel wurden in den vergangenen Wochen dazu in meine Timeline gespült. Garniert mit ärgerlichen Erfahrungen des Alltags.
Eigentlich wollte ich etwas Sinniges dazu schreiben, aber mir fällt nichts Neues dazu ein. Es wurde doch schon Alles gesagt, Pro sowie Contra. Sei es der Alltagssexismus, der Genderwahn oder die (Un)Vereinbarkeit von Karriere und Muttersein.
Ein Punkt ist mir in den Kommentaren aufgefallen: Auch wenn es sachliche Kritik gibt, am Ende gewinnen die Pöbler – beider Seiten!
Und: es wird über ein Problem diskutiert, aber nicht über Lösungsmöglichkeiten. Diese Aussage habe ich Vorgestern irgendwo auf Twitter gelesen, und sie stimmt in diesem Zusammenhang hervorragend.

Herrgott nochmal!
Ich kann diese Selbstzerfleischung, die genüsslich von der Presse geschürt wird, nicht mehr ertragen.

  • Ja, es gibt Frauen, die gerne zu Hause bleiben und Kinder betreuen. Schön für sie, wenn sie sich das leisten können.
  • Es gibt Frauen, die gehen lieber ihrem Beruf nach und gönnen sich nur Abends und am Wochenende vollzeitmäßig die Kinder. Auch gut, wenn die Kinderbetreuung geregelt ist.
  • Es gibt Frauen, die würden gerne zu Hause bleiben, müssen aber aus finanziellen Gründen arbeiten und
  • es gibt Frauen, die würden gerne arbeiten, finden aber keine Betreuung für die Kinder.

Diese ewigen Diskussionen und Aussagen welcher Lebensentwurf nun besser ist, ist überflüssig. Es muss Kindern, Mütter und Vätern möglich sein nach den eigenen Vorstellungen zu leben. Frauen, Männer, Politiker und Kirchen sollten sich nicht für unterschiedliche Vorstellungen bekämpfen und die der anderen herabwürdigen.

Also, Lösungen für unterschiedliche Lebensentwürfe suchen, rosa Osterhasen verbannen und dem Alltagssexismus den Stinkefinger zeigen.

Und heute lese ich mal wieder Simone de Beauvoir.

Links, ohne Wertung:

stöckelschuh