Hart aber fair: Demenz

Gestern Abend habe ich ausnahmsweise einmal die Plasberg-Sendung „Hart aber fair“ angesehen. Es ging um Alzheimer und Demenz.

Von der anfänglichen Begeisterung, dass dieses Thema angefasst wurde, blieb zum Schluss nichts übrig. Die Krankheiten wurden geradezu „verniedlicht“. Ein junger Mann im Gespräch mit seiner demenzkranken Mutter, wie sie gemeinsam über Dinge lachen oder eine Interview mit einem Menschen, der im ersten Stadium der Krankheit ist, bagatellisieren diese. Ich habe auch mit meiner Mutter gelacht, als Sie begann ständig Termine durcheinander zu bringen usw., aber das ist das Anfangsstadium.

Nicht mehr realisieren können, dass die Schmerzen im Bein davon kommen, dass im Schuh noch der Strumpf von gestern steckt oder nicht bemerkten, dass das Schlüsselbein gebrochen ist – davon war keine Rede. Schon gar nicht von Inkontinenz und das nicht mehr bemerken dieser.

Wer genug Zeit und Mittel hat, kann den Angehörigen zu Hause betreuen, in den meisten Fällen lässt sich das nicht so einfach lösen, speziell im Endstadium. Dieser Zeitraum wurde in der Sendung total ausgeblendet. Ich habe (in dem Heim meiner Mutter und auch während des letzten Krankenhausaufenthaltes) viele Demenzkranke und die verschiedenen Stadien der Krankheit kennengelernt, vom ständigem Rufen bis zum (für uns) anlasslosem Schreien; vom nicht mehr alleine essen können bis zum nicht mehr essen wollen.

Eine Diskussion dieser Krankheiten, darf das letzte Stadium nicht aussen vor lassen, denn da tut es richtig weh, den Angehörigen und auch den Kranken.

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